Dreieck des Investierens

Die perfekte Vermögensanlage

Heute möchte ich der Frage nachgehen, wie die perfekte Vermögensanlage aussehen könnte.

Die perfekte Vermögensanlage hätte eine sehr hohe Rendite und keinerlei Risiko. Zudem schwankt das Vermögen nicht und Du könntest ohne Verluste jederzeit darauf zugreifen und einen Teil der Anlage verkaufen. Das hört sich doch nach einer super Investitionsmöglichkeit an. Das Problem ist, dass es diese Investitionsmöglichkeit nicht gibt. Wenn jemand versucht Dich dazu zu bringen, Geld in etwas zu investieren, das kein Risiko und eine hohe Rendite hat, dann solltest Du ganz gut auf Dein Geld aufpassen, denn dann könnte es nämlich bald weg sein. Warum das so ist, möchte ich näher erläutern.

Das magische Dreieck des Investierens

Es gibt drei Punkte, die jede Investition hat. Dies sind im einzelnen die Rentabilität, das Risiko und die Liquidität. Das Dreieck ist magisch, da niemals alle Punkte ganz erfüllt sein können. Steigerung der Rendite führt zur Senkung der Liquidität oder Erhöhung des Risikos.

Rendite kommt von Risiko

Niemand zahlt Zinsen für investiertes Geld, wenn es überhaupt kein Risiko gibt. Die Zinsen sind quasi die Bezahlung für das Tragen des Risikos. Dies ist auch daran zu erkennen, dass es für griechische Staatsanleihen im Moment viel mehr Zinsen gibt als für deutsche Staatsanleihen. Die höheren Zinsen gleichen das höhere Risiko aus, denn niemand würde in griechische Staatsanleihen mit einem höheren Risiko investieren, wenn es für risikoärmere deutsche Staatsanleihen genauso viele Zinsen gäbe.

Rendite kommt von Illiquidität

Liquide kommt aus dem lateinischen und bedeutet flüssig. So kann auf liquides Geld zugegriffen werden, während es bei illiquiderem Geld schwieriger oder sogar unmöglich ist auf das Geld zuzugreifen. Hier gilt das gleiche wie für das Risiko. Je illiquider die Anlageform ist, desto höher ist die Rendite. Wenn die Wahl zwischen einer liquiden und illiquiden Anlage mit gleicher Rendite bestünde, dann würde jeder die liquide wählen. Hier bildet also die Rendite auch einen Ausgleich für die Illiquidität.

Die beste Anlageklasse

Häufig wird danach gefragt, was denn die beste Anlageklasse zum Investieren sei. Hier muss ich einfach sagen, dass es keine beste Anlageklasse gibt. Jede hat seine Vor- und Nachteile. Das ist so als würdest Du fragen, was das beste Werkzeug ist. Das ist maßgeblich davon abhängig, was Du machen willst. Wenn Du zum Bildaufhängen einen Nagel in die Wand schlagen willst, dann bringt Dir ein Schraubenzieher herzlich wenig. Genauso verhält es sich mit den einzelnen Anlageformen. Die gängigsten möchte ich jetzt ein wenig näher beschreiben.

Sparbuch

Das Geld auf dem Sparbuch ist sehr liquide und es gibt im Rahmen der Einlagensicherung (ca. 100.000€) kein Risiko sein Geld zu verlieren. Aus diesem Grund sind die Zinsen auch minimal, aktuell gibt es sogar keine Zinsen. Beim Sparbuch sind die Zinsen eigentlich immer niedriger als die Inflation, sodass bei der Anlage nur Geld verloren geht.

Staatsanleihen

Staatsanleihen haben ein gewisses Risiko, da es sein kann, dass ein Staat pleite geht und so das Geld nicht mehr zurückzahlen kann. Auch ist das Geld illiquider, als auf einem Sparbuch. Dadurch ist die Rendite höher als bei einem Sparbuch.

Aktien

Aktien bieten langfristig die höchste Rendite. Diese schwanken dafür sehr stark und es kann sein, dass die Aktien einige Jahre lang nur negative Ergebnisse einfahren. Durch die hohe Volatilität (Schwankungsbreite) sind die Aktien auch sehr illiquide und können, wenn Geld benötigt wird, gerade negativ da stehen.

Immobilien

Hier fallen nur vermietete und keine eigengenutzten drunter. Immobilien sind die illiquideste Anlageform. Hier kann es teilweise ein Jahr dauern, bis die Immobilie verkauft wird. Das Risiko wird auch in der Regel stark unterschätzt, da der aktuelle Kurs nicht täglich in der Zeitung oder dem Internet abgelesen werden kann. Hier ist die Rendite relativ niedrig im Vergleich zum Risiko und der Illiquidität. Der größte Vorteil einer Immobilie ist, dass sie mit Fremdkapital, also geliehenem Geld von der Bank, gekauft werden kann. So ist es möglich eine Immobilie im Wert von 100.000€ für 10.000€ zu kaufen und das Fremdkapital inklusive Zinsen über die Zeit hinweg zurückzuzahlen.

Meine Investitionen

Du stellst Dir vielleicht die Frage, in was ich investiere und wie meine Pläne sind. Im Moment investiere ich mein Geld in Aktien (genauer ETFs). Das werde ich auch so weitermachen, und ich hatte mir für später überlegt eventuell noch in Immobilien zu investieren. Dazu muss ich mich allerdings noch viel weiterbilden und ohne ein richtiges festes Gehalt kann und will ich auch nicht in Immobilien investieren.

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6 Kommentare

  • Hallo Dominik!
    Das regelmäßige Einkommen, für das du dich täglich abrackern musst, ist die ultimative Grundlage. Mit diesem Geld musst du klug wirtschaften und den Schwerpunkt zunächst einmal auf risikoarme Anlagen setzen. Es ist nämlich so. Wenn du noch keine nennenswerten Rücklagen besitzt, die du im Fall der Fälle in die Waagschale werfen kannst, dann treffen dich Wertschwankungen, Auswirkungen besonderer persönlichen Lebensumstände, wie Jobverlust, Krankheit, Scheidung, Probleme mit Kindern, Angehörigen, … in besonderem Maße. Wenn du da keine sofort verfügbaren Mittel besitzt, bist du gezwungen Dinge zu tun, die Träume platzen lassen. Da nutzt dir ein schöner Bausparvertrag, eine private Rentenversicherung oder was es sonst noch an längerfristigen (natürlich staatlich gefördert, ha, ha ,ha) Anlageprodukten herzlich wenig. Und wenn du vielleicht Aktien zu einem unvorhersehbaren Zeitpunkt verkaufen musst, können die Verluste so groß sein, dass du jeden, ja jeden Spaß daran verlierst. Wenn du einen KLEINEN, ich betone das, einen kleinen ETF machst, dann ist das bei deinem jungen Alter völlig in Ordnung.
    Es gibt übrigens niemanden, den besondere Lebensumstände verschonen. Natürlich denken wir bei unseren Visionen daran zu aller letzt. Das würde uns ja in unserer Phantasie einschränken, und wer will das schon. Reich werden geht ganz anders. – Mit dem aktiven Einkommen klug wirtschaften, möglichst viel Geld sparen, es sofort zugriffsbereit vorhalten und den Haufen vergrößern. Damit fängt das reich werden.

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Es ist wichtig vernünftige Rücklagen zu bilden, sodass bei unvorhergesehenen Ereignissen das investierte Geld nicht angefasst werden muss.
      Hier stellt sich dann nur die Frage, was vernüntige Rücklagen für einen selbst bedeuten.
      Für mich kommen die Probleme Scheidung und Probleme mit Kindern zum Beispiel nicht in Frage, sodass hier wohl geringere Rücklagen notwendig sind, als bei jemandem der verheiratet ist und Kinder hat.

      Egal wie hoch die eigenen Rücklagen bemessen werden, besteht immer ein gewisses Restrisiko, dass ein Ereignis eintreten könnte, für das das Geld nicht ausreicht. Hier gilt es die Wahrscheinlichkeit des Eintretens und den Nachteil des nicht investierens miteinander abzuwägen. Für viele Sachen gibt es natürlich auch Versicherungen, wo sich hier aber auch die Frage stellt, welche Versicherung wirklich notwendig ist und welche nur Geld verschlingt.

      Schöne Grüße

      Dominik

      • Ja Dominik, das mit den Rücklagen ist sicherlich auch ein sehr persönlich geprägter Sachverhalt. Ich bin eher der vorsichtige, langfristig orientierte Typ. 10 bis 15 Tausend cash würde ich schon bereit halten. Und wieso auch nicht, denn das Geld gibt einem nicht nur ein Gefühl der Sicherheit, sondern auch die innere Befriedigung ganz anders zu handeln und zu sein, wie die immer wieder von den Eliten und Bürokraten hinters Licht geführte und geschröpfte Herde der anderen. Wenn du cash hast, dann kann dir ein zeitweiliger Sturm, eine politische Krise, eine Bargeldbeschränkung, ein elektromagnetischer Impuls, der die Geldautomaten lahm legt usw. überhaupt nichts anhaben. Natürlich werden jetzt einige sagen, der Malachit spinnt. Aber man kann nie so dumm denken, wie etwas in der Wirklichkeit passiert. Und überhaupt, was hast du bei einer Cashanhäufung zu verlieren? – Nichts, überhaupt nichts, denn das Geld ist deines und es nimmt dir niemand weg. Du hast für dein Projekt unendlich viel Zeit, denn dein Ziel, „mit 30 frei“, muss kein starres sein.
        Ach ja, lieber Dominik. Die TT-Saison beginnt und übermorgen starten wir mit dem ersten Punktspiel. Da freue ich mich schon richtig drauf.
        MfG Der Malachit.

        • finanziell-frei-mit-30.de

          Wichtig ist, dass jeder für sich selbst entscheidet, was einem wichtig ist.
          Viele lassen ihre „eigenen“ Entscheidungen maßgeblich von anderen beeinflussen und wissen selbst häufig nicht, dass das nicht ihre eigene Meinung ist.
          Groß schaden kann eine Cashreserve eigentlich nicht.
          Viele werden wahrscheinlich einfach nur das Problem haben, dass sie dieses Geld dann schon viel eher ausgeben, als wenn sie es in Aktien investiert hätten.
          Zudem hast Du auf das Geld keine Rendite, sodass sich das Geld nicht vermehrt.
          Vielleicht denke ich einfach zu positiv, dass ich an solche Katastrophen als junger Mensch noch weniger denke.
          Dazu gibt es auchh das schöne Zitat:
          „Das Problem der Menschen ist es bei schönem Wetter nicht an Gewitter zu denken.“

          Wir hatten unser erstes Spiel bereits letzte Woche und dieses Wochenende finden bei uns die Kreismeisterschaften an.
          Ich freue mich auch, dass die neue Saison da ist.

          Schöne Grüße

          Dominik

  • Hallo Dominik,

    gute Übersicht zu möglichen Anlageformen. Beim Thema Immobilien kann ich hier aus eigener Erfahrung einen weiteren Beitrag leisten. Du schreibst hier „Hier ist die Rendite relativ niedrig im Vergleich zum Risiko und der Illiquidität“. In der Praxis lassen sich leicht Eigenkapitalrendite von 20% und mehr erreichen. Und das nach Bewirtschaftung und Rücklagen (also Zins, Tilgung, Instandhaltung, Hausverwaltung, etc…). Die Wertsteigerung (in vernünftigen Wohnlagen) ist hier noch garnicht eingerechnet. Wie Du schon schreibst ist ein großer Vorteil der geringe bis gar kein Einsatz von Eigenkapital, durch intelligente Fremdfinanzierung. Mit einer optimierten Strategie auf die eigene Einkommenssituation lassen sich noch zusätzlich große Steuervorteile erreichen. Natürlich sollten sich Anfänger hier erst entsprechendes Wissen aneignen, denn mit jeder Chance auf Rendite geht man auch ein gewisses Risiko ein. Bei dem richtigen Angang ist dieses aber durchaus überschaubar.

    Beste Grüße
    Chris von vermietedichreich.de

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Chris,

      vielen dank für das Lob.
      Natürlich ist es in einem solch kurzen Absatz schwer einen differenzierten Überblick über die Vor- und Nachteile einer vermieteten Immobilie zu geben. Es sollte hierbei nur ein kurzer Einblick gegeben werden. Ich bin einfach der Meinung, dass für den Kauf von Immobilien viel mehr Fachkenntnis und auch eigene Arbeit erforderlich ist, als bei einem Investment in Aktien. Darauf war dieser Satz bezogen. Natürlich ist mit der Vermietung von fremdfinanzierten Immobilien viel mehr möglich, da das Eigenkapital gehebelt wird. Dadurch wird natürlich auch das Risiko gehebelt.

      Viele kaufen bei Immobilien einfach viel zu risikoreich eine Immobilie, weil sie glauben, dass diese sowieso steigen wird und immer ein grundsolides Investment. Hier kann es schnell zu einem riesen Schreck kommen, wenn der Wert der Immobilie sinkt und die Zinsen steigen. Dann können viele die Kreditraten nicht mehr bezahlen und verlieren ihr Investment.
      Bei Aktien kannst Du maximal das eingesetzte Geld verlieren. Bei Immobilien kann das noch weiter darüber hinausgehen.

      Ich werde mich später mit dem Thema Immobilien in mehreren Beiträgen noch näher auseinandersetzen, doch ich halte nicht so viel das allein aus der Theorie und mit meinen aktuellen Fachkenntnissen zu machen.

      Schöne Grüße

      Dominik

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