Passives Einkommen

So gehe ich mit 30 in Rente – Mein Masterplan für die Finanzielle Freiheit (Teil 2)

Als Beamter oder Angestellter kannst Du die Finanzielle Freiheit nicht erreichen. Oder besser gesagt nicht, wenn es schnell gehen soll. Das war mein Fazit am Ende meines ersten Teils dieser Artikelserie. Wahrscheinlich habe ich damit vielen Menschen vor den Kopf gestoßen. Deswegen wird es wahrscheinlich auch viele ausführliche und gegenteilige Kommentare geben.

Heute möchte ich näher darauf eingehen, wieso Du ein hohes Einkommen brauchst, um die Finanzielle Freiheit zu erreichen.

Hinweis: Der Artikel ist bereits geschrieben worden, bevor der erste Artikel erschienen ist. Ich kann also nicht auf Eure Reaktionen zum ersten Teil eingehen. 😉

Der hat es ja auch leicht…

Auf den Blogs von TimSchäfer und dem Maschinisten gab es in den letzten Jahren viele Leserbriefe von den unterschiedlichsten Personen. Am meisten polarisierten immer die Leserbriefe von den Menschen, die ein hohes Einkommen von über 5.000 € im Monat hatten.

Du konntest in den Kommentaren Aussagen lesen wie:

„Ja aber nicht jeder hat so ein Glück so eine gute Stelle als Angestellter zu bekommen.

 

Wenn ich an seiner Stelle wäre und sein Einkommen hätte, wäre ich schon längst finanziell frei.

 

Der hat ja gut reden mit seinem Einkommen. Für mich ist die Finanzielle Freiheit nicht möglich.“

Mich wundert es ehrlich gesagt mittlerweile gar nicht mehr, dass die meisten vermögenderen Menschen nicht über das Thema Geld und Reichtum reden wollen. In Deutschland herrscht selbst in Finanzblogs viel Neid und viele schreiben ein hohes Einkommen ausschließlich Glück zu.

Es wird gerade so getan, als könntest Du die Höhe Deines Einkommens nicht selbst beeinflussen. Als Angestellter mag das in vielen Fällen in der Tat sehr schwierig sein das eigene Einkommen stark zu steigern. Das wollte ich gerade durch den ersten Teil aufzeigen. Dich kann allerdings niemand daran hindern nebenbei etwas Selbstständiges aufzubauen und dadurch die Finanzielle Freiheit massiv zu beschleunigen.

Finanzielle Freiheit durch Selbstständigkeit

Vielleicht sollte ich an dieser Stelle einfach mal auf ein paar Beispiele eingehen, um Dir die Wichtigkeit eines hohen Einkommens zu verdeutlichen:

Meiner Meinung nach ist Pascal Wegner ein gutes Beispiel dafür, was Du durch die Selbstständigkeit erreichen kannst. Er ist mit Anfang 30 Millionär und kann durch seine passiven Einnahmen aus Aktien sehr gut leben. Wie hat er das erreicht? Er hat bereits in jungen Jahren angefangen ein Online Geschäft aufzubauen und dadurch Millionenumsätze erzielt.

Einen Teil seiner Einnahmen hat er gespart und vor kurzem die Anteile an seinem Unternehmen verkauft. Dadurch kann er sich jetzt aus dem aktiven Berufsleben zurückziehen. Und im Gegensatz zu den meisten Angestellten hat er in den letzten 10 Jahren nicht von 1.000 € im Monat gelebt und immer 40 Stunden in der Woche gearbeitet. Zum Teil hat er sogar deutlich weniger gearbeitet.

Oder nehmen wir Alex Fischer von Reich mit Plan als weiteres Beispiel. Er hat durch seinen Blog, mehrere Ebooks und den Dividendenalarm Mehrwerte erschaffen, die ihm jetzt ein passives Einkommen einbringen. Auch auf dem Weg zur Finanziellen Freiheit hat er dadurch seine Einnahmen steigern können und dadurch deutlich mehr Geld investieren können.

Jetzt ist er mit Mitte 30 Finanziell Frei und kann mit seiner Familie die Welt bereisen.

Ein weiteres gutes Beispiel sind Chris und Jens vom Blog Geldsystem verstehen. Sie haben in den letzten Jahren etliche Bücher geschrieben und können jetzt durch ihr Autorendasein ein ziemlich freies Leben führen. Zudem können sie mit ihren Büchern auch viel mehr Geld verdienen, als es in einem normalen Angestelltenjob jemals möglich wäre.

Sie werden dadurch die Finanzielle Freiheit in wenigen Jahren erreichen können.

Oder nehmen wir Danny Adams als weiteres Beispiel. Noch im Jahr 2004 war er ein drogenabhängiger Hartz-IV-Empfänger ohne irgendwelche Perspektiven. Heute ist er mit 33 Jahren finanziell frei, lebt mit seiner Familie auf Mallorca und führt das Leben, was sich die meisten Menschen nur erträumen.

Wie hat er das geschafft? Indem er jahrelang studierte, sich einen „guten Job“ mit einem Monatsgehalt von 3.000 € im Monat sicherte und jeden Monat ein paar tausend Euro zur Seite legte?

NIEMALS!

Ich habe Dir im letzten Artikel ja schon gezeigt, warum das als Angestellter nicht klappt.

Er hat mehrere Unternehmen im Online Bereich aufgebaut, Menschen gecoacht und viele digitale Onlineprodukte entwickelt. Als Unternehmer hat er Millionenumsätze erzielt und dadurch die Finanzielle Freiheit erreicht.

Hier ein Video zu seiner Geschichte:

Ich könnte jetzt noch weitermachen und weitere Geschichten erzählen. Das wichtigste ist, dass es sich hierbei um echte Menschen handelt und ich mir das nicht einfach ausgedacht habe.

Eins sollte allerdings aus den vielen Beispielen klargeworden sein:

Der mit Abstand wichtigste Hebel zur Finanziellen Freiheit ist das Einkommen.

Du kannst Wochen, Monate und Jahre damit verbringen Deine Rendite von 6 auf 8 % zu optimieren. Wenn Du allerdings aufgrund Deiner Lebensumstände und Deines Einkommens nur 200 € im Monat sparen kannst und insgesamt erst 10.000 € investiert hast, ist das nicht besonders effektiv.

Effektiver wäre es das Einkommen um 200 € zu steigern und dieses Geld dann zu investieren. Das beschleunigt Deine Finanzielle Freiheit deutlich mehr als Deine Rendite zu verbessern.

Oder es bringt auch nichts mehrere Wochen damit zu verbringen die Ausgaben um ein paar Euro im Monat zu optimieren. Effektiver wäre es Wege zu suchen mehr Geld zu verdienen.

Semi-Finanzielle Freiheit

Du wirst wahrscheinlich auch mitbekommen haben, dass ich mein Buch (Die glückliche Reise zum Reichtum*) vor ein paar Monaten veröffentlicht habe. Der Vorteil eines solchen Produktes ist es, dass Du nach der Veröffentlichung und dem anfänglichen Aufwand für die Vermarktung eigentlich nichts mehr tun musst und trotzdem Geld durch die Verkäufe erhältst.

Also die klassische Form von passivem Einkommen.

Der große Vorteil an solchen Produkten ist, dass Du Dir dadurch viel schneller ein passives Einkommen aufbauen kannst als durch Investments. Selbst wenn das Buch kein Bestseller ist und nur 100 € an passivem Einkommen im Monat bringt, ist es schon ein enormer Fortschritt. Du kannst Dir ja selbst ausrechnen, wie viel Geld Du investieren musst, um daraus ein passives Einkommen von 100 € im Monat zu erzielen.

Bei unterstellten 4 % benötigst Du bereits 30.000 € an investiertem Geld. Die meisten Angestellten werden mindestens 3-4 Jahre benötigen, um diese Summe ansparen zu können.

Und das Beispiel mit meinem Buch ist ja noch relativ klein und überschaubar. Du kannst ja auch etwas Glück haben und einen Bestseller landen, weitere Bücher auf den Markt bringen oder ganz andere Produkte (wie den Dividendenalarm) entwickeln.

Nach ein bis zwei Jahren sind 500 € an passivem Einkommen im Monat also durchaus möglich.

Und jetzt wird es erst richtig spannend. An investiertem Geld würdest Du 150.000 € benötigen, um das gleiche passive Einkommen zu erzielen. Das ist ziemlich genau die Summe, die viele Arbeitnehmer nach einem Jahrzehnt des Sparens im Besten Fall erreichen können.

Was ist also der bessere Weg? Alles Geld sparen und es an der Börse investieren oder den Fokus lieber auf die Steigerung der Einnahmen zu legen?

2 Kommentare

  • Hi Dominik,

    also auf so romantisches Gelaber mit trauriger Klaviermusik im Hintergrund wie bei Danny Adams stehe ich zwar überhaupt nicht, aber der Typ scheint wenigstens einigermaßen authentisch zu sein…

    Das sind auch alles schöne Ansätze, aber das mit dem passiven Einkommen ist schon etwas vereinfacht dargestellt finde ich. Also das Fazit, dass man sich daher passives Einkommen aus eBooks etc. aufbauen sollte, ist nicht unbedingt schlüssig.

    Der Vergleich mit dem Vermögen, das für dieses passive Einkommen nötig wäre, ist zwar grundsätzlich in Ordnung, aber nicht wirklich zutreffend. Ich finde es ebenfalls erstaunlich, wie viel Vermögen hinter relativ wenig passivem Einkommen aus Kapital stehen muss (30.000 € für 100 € im Monat). Trotzdem eine Anmerkung:

    Die Erträge aus Kapitalanlagen sind nämlich WIRKLICH passiv. Aber denkst Du, Dein Ebook wird Dir die nächsten 50 Jahre monatlich koninuierlich gleich viel einspielen? Wenn Du keinen absolut zeitlosen Klassiker verfasst hast, eher nicht.

    Die Kapitalanlage mit gleichem Geldfluss ist dem passiven Einkommen aus eBooks, Nischenseiten usw. haushoch überlegen. Auch eine Nischenseite wird keine 50 Jahre laufen, wenn Du sie WIRKLICH passiv betreibst. Ist zwar möglich, dass sie Dir jeden Monat 100 € einspielt, nach spätestens 5 oder allerspätestens 10 Jahren ist das Ding aber veraltet und gewissermaßen Schrott. Dann hat sie Dir 6.000 € oder 12.000 € eingespielt. Ein kleiner Nebenjob und Du hast das in ein zwei Jahren verdient.

    Derjenige, dem aus Kapitalerträgen monatlich 2.000 € zufließen, ist mit Sicherheit wesentlich freier als derjenige, dem aus eBooks, Nischenseiten und ähnlichem 2.000 € zufließen. Bei letzterem spielt die Zeit nämlich tendentiell gegen einen, während die Zeit im ersten Fall ganz klar für einen spielt.

    Es könnte also durchaus wesentlich lohnenswerter sein, sich einen Nebenjob zu suchen und nochmal 500 € mehr im Monat zu verdienen als die nächsten fünf Jahre damit zu verbringen, den Versuch zu starten, die gleiche Summe monatlich (vermeintlich) passiv zu verdienen.

    Der eigentliche Unterschied zwischen Arbeitnehmern und diesen Personen aus Deinem Beitrag ist ja der, dass es sich um Unternehmer handelt. Ganz egal, ob das Einkommen passiv ist oder nicht. Solange die Geschäftsmodelle skalierbar sind und genug abwerfen, macht es kaum Unterschied, ob passiv oder nicht. Auch Geschäftsmodelle, die grundsätzlich aktiv sind (Unternehmensberatung o.ä.) lassen sich passiv gestalten, wenn man dafür Arbeitnehmer einstellt.

    Trotz der kleinen Kritik finde ich Deinen Beitrag sehr interessant. 🙂 Und ja, auch ich finde es sinnvoller, sich etwas eigenes aufzubauen, als irgendeinen Nebenjob für ein paar Stunden zu machen. Trotzdem ist der Zeitaufwand die ersten Jahre für viel weniger Einkommen ungleich höher.

    Ich fände es noch cooler, wenn Du mal ganz konkrete Schritte nennen würdest, die Du angehen möchtest. Dass man mit eBooks nen Hunni im Monat verdienen kann, ist ja nichts Neues. 😉
    Aber Deine konkreten Pläne, Gedanken, mögliche Geschäftsmodelle, was Du als nächstes angehen möchtest, ob Du Deinen Blog intensiver pushen möchtest, welche Einnahmen Du erwartest, fast schon ein Gantt-Diagramm mit Meilensteinen etc. – das wäre doch mal interessant!

    Beste Grüße und weiter so. 😉
    Dominik

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Dominik,

      wow vielen Dank für diesen langen und ausführlichen Kommentar.
      Natürlich ist das Einkommen aus anderen Quellen als Dividenden immer in geringerer Form passiv.
      Ich habe nur in den letzten Jahren immer wieder das Gefühl gehabt, dass die meisten sich ausschließlich auf diesen Weg fokussieren und sonst nur versuchen die eigenen Ausgaben zu minimieren. Einnahmen aus Nischenseiten, ebooks etc. sind natürlich weniger passiv, dafür sind sie viel schneller aufzubauen.

      Deswegen auch mein Vergleich mit dem benötigten Vermögen für passives Einkommen aus Dividenden.

      „Derjenige, dem aus Kapitalerträgen monatlich 2.000 € zufließen, ist mit Sicherheit wesentlich freier als derjenige, dem aus eBooks, Nischenseiten und ähnlichem 2.000 € zufließen. Bei letzterem spielt die Zeit nämlich tendentiell gegen einen, während die Zeit im ersten Fall ganz klar für einen spielt.“

      Dieser Aussage stimme ich vollkommen zu. Du bist durch Kapitalerträge deutlich freier als durch den gleichen passiven Einkommensstrom aus eigenen Projekten.
      Der RIESIGE Unterschied zwischen diesen beiden Szenarien ist allerdings, dass Du bei Dividenden realistischerweise 20 Jahren oder mehr brauchst, um 2000 € an Nettodividenden pro Monat zu erreichen.

      2000 € passives Einkommen aus Büchern ist rein theoretisch mit einem einzigen Projekt und einem halben Jahr Arbeit möglich. Selbst wenn Du 5 Jahre für den Aufbau benötigen würdest, wärst Du noch um ein Vielfaches schneller als auf dem anderen Weg.

      Und gerade weil ich weiß, dass dieses passive Einkommen nie ganz von Dauer ist und einer gewissen Pflege bedarf, wird dann weiter an der echten Finanziellen Freiheit durch Dividenden und Kapitalerträge gearbeitet. Ich habe ja nicht behauptet, dass ich mich dann zurücklehnen und das Geld raushauen würde, wenn ich die „Finanzielle Freiheit“ durch Bücher erreicht habe.

      Ich werde in den nächsten Wochen und Monaten mal überlegen, wie ich meine Projekte besser vorstellen und Anleitungen geben kann.

      Schöne Grüße
      Dominik

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