Falscher Weg

4 Schritte gegen die Lifestyle-Inflation

Das Studium ist beendet und Du verdienst Dein erstes richtiges Gehalt. Zeit sich endlich mal etwas zu gönnen, in die erste eigene große Wohnung zu ziehen, den ersten Neuwagen zu kaufen und die Wohnung mit den neusten Designermöbeln einzurichten.

Auf dem Weg zur Finanziellen Freiheit ist es wichtig diesem Schritt entgegenzuwirken, denn sonst wirst Du niemals genug Geld hierfür sparen können.

Lifestyle-Inflation ist nach meiner Definition jede Art von sozialem oder kulturellem Druck Geld auszugeben, nur weil man es sich leisten kann. Es mag nicht nach einer großen Sache aussehen, aber das ist es, was es so tödlich macht. Sie beginnt zunächst klein und wächst mit der Zeit. Für viele von uns ist dies meiner Meinung nach die Hauptursache für unsere finanziellen Probleme und den Weg zur Verschuldung.

Wenn Du die Symptome der Lifestyle-Inflation erkannt hast, ist das großartig. Der erste Schritt zur Wiederherstellung ist das Wissen, dass es ein Problem gibt. Als nächstes musst du dich mit Wissen darüber ausrüsten, wie du die Inflation im Lebensstil bekämpfen kannst.

Mehr Geld löst das Problem nicht

Die Lifestyle-Inflation ist schwer zu begrenzen und hat eine positive Korrelation mit dem Einkommen. Für viele Menschen haben Geldprobleme wenig damit zu tun, wie viel sie verdienen und alles mit den finanziellen Entscheidungen, die sie im Leben treffen. Du kannst ein sechsstelliges Gehalt verdienen und keinen Reichtum haben. Die ironische Sache ist, dass man die Lifestyle-Inflation nicht überwinden kann, indem man mehr Geld verdient. Stattdessen füttert dies das Tier und du wirst zu einem noch größeren Ziel.

Was können wir von der Kampfkunst des Jiu Jitsu lernen?

Die Kampfkunst des Jiu Jitsu kann in die „Kunst“ oder „Technik“ übersetzt werden und stellt die Manipulation der Kraft eines Gegners gegen sich selbst dar, anstatt ihn mit der eigenen Kraft zu konfrontieren. Ich bin kein Kampfkünstler, aber ich kann die Philosophie verstehen, eine Verteidigungstaktik gegen einen Feind anzuwenden. In diesem Fall ist die Lifestyle-Inflation ein gewaltiger Feind gegen Dein finanzielles und soziales Wohlbefinden. Es ist gut bewaffnet, hat Milliarden von Marketing-Dollars und eine unendliche Menge an Zeit und Ressourcen, um Deine hart verdienten Euros von Dir wegzureißen und in die Taschen anderer zu stecken. Es ist wichtig, vorbereitet zu sein, gute Gewohnheiten aufzubauen und diszipliniert zu sein. Das erfordert Übung.

4 radikale Gegenmaßnahmen

Auf Deinem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit wird die Versuchung der Lifestyle-Inflation konstant sein. Die Sache ist, dass du im Voraus bereit sein musst, dich zu wehren und seinem Einfluss zu begegnen. Auf meiner eigenen Reise zur Finanziellen Freiheit habe ich vier radikale Schritte entdeckt, die dir die Kraft geben können, alle zukünftigen Begegnungen zu überwinden, die dich von der Erreichung deiner wahren finanziellen Ziele abbringen könnten.

1. Plane Deine Ausgaben

In der Sportwelt gibt es ein populäres Sprichwort: Offensive gewinnt Spiele, Verteidigung gewinnt Meisterschaften! Dies gilt auch für die persönlichen Finanzen. Wenn es Dein Ziel ist, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen, ist es entscheidend, dass Du Deine Ausgaben planst. Es sollte die Grundlage für Dein finanzielles Leben sein und Du solltest Dich an Deine Planungen dann auch halten. Die Art und Weise den Kampf gegen die Lifestyle-Inflation zu gewinnen, ist, dass am Ende jeder Zahlungsperiode mehr Geld hereinkommt (Einkommen) als herausgeht (Ausgaben) und Du wenig bis gar keine Schulden aufgrund von Konsumschulden hast. Diese kleinen Gewinne werden sich im Laufe der Zeit anhäufen und Dein zukünftiges Selbst wird es Dir danken.

2. Disziplin & Training: Leben wie ein Student

Der aufregendste und finanziell belastendste Punkt unseres Erwachsenenlebens ist, wenn wir zuerst alleine ausziehen und ins Studentenleben einsteigen. Als Vollzeitstudent verdienst Du wenig bis gar kein Geld und baust eventuell zusätzlich auch noch BaföG-Schulden auf. Jeder Euro zählt und hat einen hohen Wert. Man muss diszipliniert sein und harte Entscheidungen treffen, um von weniger zu leben. Aber aus irgendeinem Grund, nachdem wir unseren Abschluss gemacht haben, scheinen diese Euro weniger wertvoll zu sein. Mit einer Studentenmentalität hast du zwei Dinge, die dir Kraft geben.

Erstens, Du schätzt das begrenzte Geld, das Du hast. Es ist wichtig, jeden Euro, den Du hast, zu schätzen und seine Präsenz in Deinem Leben zu erkennen.

Zweitens, als Student bist du trainiert, von weniger zu leben. Während meiner Studentenzeit habe ich zum Teil weiterhin in meinem Kinderzimmer gewohnt. Die restliche Zeit hatte ich in Münster ein kleines Studentenzimmer mit 11 qm (inklusive Bad). Ich genoss immer noch ein Leben voller Erfahrungen, Spaß, Freunde und Gesundheit.

3. Strategisch denken: Nicht neu kaufen

Die Sache ist die. Neu kaufen ist etwas für Dummköpfe. Ok – das ist ein bisschen extrem, aber es gibt eine Prämie, die du bezahlen wirst, wenn du dieses glänzende neue Ding kaufst. Die Lifestyle-Inflation versucht, Dich abzulenken und vom Spiel abzubringen. Es spielt mit deinen Unsicherheiten (ohne dieses Ding bist du nicht gut genug) oder deinen Wünschen (der Kauf davon wird dir das Gefühl geben, erfüllt zu sein oder dein Leben besser zu machen) und lockt uns alle in seine Falle. Hier ist eine Liste von Dingen, die Du nicht brandneu kaufen musst:

  • Auto
  • Bekleidung
  • Werkzeuge
  • Kinderartikel
  • Bücher
  • Möbel
  • Geräte
  • Technikgeräte (Fernseher etc.)
  • Fahrräder

Die Liste geht immer weiter, aber ich denke, Du verstehst schon. Durch die Suche nach Gebrauchtwaren kannst Du eine Tonne Geld sparen und gleichzeitig helfen, Verschwendung zu reduzieren. Du solltest auch in Betracht ziehen, einige Deiner alten Gegenstände zu verkaufen, die Staub in der Garage oder Abstellkammer sammeln. Das ist buchstäblich Dein hart verdientes Geld, das in Dingen gebunden wird, die in der Gegenwart nichts für Dich und Dein Glück tun.

4. House Hacking

Ich habe das Beste für den Schluss aufgehoben. Der Eigenheimbesitz in Deutschland (und der westlichen Welt) ist sehr stark in unserer kulturellen Psyche verwurzelt. Es ist die größte „Investition“, die Du je in Deinem Leben tätigen wirst. Nun, die Debatte darüber, ob man besitzen oder mieten soll, ist endlos, aber es gibt hier einen schönen Mittelweg. Wenn also der Sirenenruf der Lifestyle-Inflation sagt: „Du musst aufhören, dein Geld wegzuwerfen, Miete zu zahlen und ein Haus zu besitzen“, dann ärgere dich nicht zu sehr. Es gibt einen fortgeschrittenen, aber anmutigen Gegenzug zu diesem kulturellen Druck. Es nennt sich Haushacken. Hier sind die Schritte zum House Hacking:

  • Schritt 1: Fühle den Druck, ein eigenes Haus zu besitzen.
  • Schritt 2: Anstatt ein eigenständiges Einfamilienhaus zu kaufen, kauf ein Mehrfamilienhaus mit 4 oder weniger separaten Wohneinheiten
  • Schritt 3: Leb in einer Einheit.
  • Schritt 4: Vermiete die anderen Einheiten.
  • Schritt 5: Nimm die Miete von den anderen Einheiten, um die Hypothek zu bezahlen und den Rest zu sparen.

Das ist es. Dieser Schritt ist nicht für jeden geeignet, denn nicht jeder will Vermieter sein oder mit Mietern verhandeln. Aber, wenn Du in der Lage bist, dies erfolgreich zu tun, wird Deine finanzielle Zukunft sehr vielversprechend sein, und andere werden Deine Genialität bewundern.

Eine Alternative zum Kauf eines Mehrfamilienhauses wäre zum Beispiel eine größere Wohnung zu kaufen und dann einzelne Zimmer unterzuvermieten. Dazu habe ich auch schon mal einen Beitrag geschrieben, wie Du kostenlos wohnen kannst. Aktuell setze ich diesen Weg noch nicht um, aber es ist meiner Meinung nach ein intelligenter Weg den größten Ausgabeposten (Wohnen) einsparen oder stark reduzieren zu können.

Was ist Dein Warum?

Das Problem rund um die Lifestyle-Inflation hat ein wenig mit dem Weg der Welt zu tun und alles, was mit Deiner Beziehung zum Geld zu tun hat. Letztendlich ist ein Mentalitätswandel erforderlich. Seitdem ich angefangen habe die Finanzielle Freiheit anzustreben, habe ich viele dieser Schritte unternommen, um mich von den Ketten des Konsumverhaltens zu befreien und die Denkweise eines Investors anzustreben. Wann immer ich die Möglichkeit habe, Geld zu investieren/auszugeben, frage ich immer, warum. Warum kaufe ich dieses Haus? Warum will ich dieses brandneue Auto so dringend kaufen? Warum sollte ich tausend Euro für das neuste Handy ausgeben.

Ist die Antwort, weil alle anderen es tun? Tue ich das, weil es von mir erwartet wird?

Wir sind alle anfällig, vor allem ich, um auf das leere Versprechen der Lifestyle-Inflation hereinzufallen.  Weißt du, du magst dich in dem Moment, nachdem du diesen Kauf getätigt hast, großartig fühlen, aber langfristig wissen wir alle, dass es das nicht wird. Ich hoffe, dass dieser Beitrag Dir auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit hilft und eine gute Perspektive bietet.

Wann bist Du schonmal der Lifestyle-Inflation erlegen? Was machst Du, um der Lifestyle-Inflation ein Schnippchen zu schlagen oder Sie aufzuhalten?

10 Kommentare

  • Warum wird der Leser immer geduzt. Und im vierten Abschnitt dann gesiezt? Das irritiert mich sehr. Ansonsten gut geschrieben.
    Mfg

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Gerry,

      da hat sich einmal das „Sie“ eingeschlichen.
      Habe es jetzt korrigiert. Irgendwann wirst Du blind für Deine eigenen Texte und eigenen Fehler.
      Danke für den Hinweis und freue mich, dass Dir der Artikel gefallen hat.

      Schöne Grüße
      Dominik

  • Hi Domink,
    ein super wichtiges Thema, das du hier ansprichst.
    Ich glaube, das die meisten von uns in diesem Kampf gegen die Lifestyle-Inflation schon mal verloren haben.
    Mir hilft dabei aber vor allem, mir immer wieder bewusst zu machen, dass mehr Zeug mich in der Regel auch nicht glücklicher macht. Also Stichwort „Genügsamkeit“.

    Viele Grüße,
    Carsten

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Carsten,

      danke Dir für Deinen Kommentar.
      Es bringt wirklich etwas, wenn Du Dich regelmäßig daran erinnerst, dass Dich der meiste Konsum nicht wirklich glücklich macht.

      Schöne Grüße
      Dominik

  • Hi Dominik,
    ich bin wirklich ein Fan deines Blogs, aber: Dieser Post strotzt vor Fehlern. Falsch gesetzte oder fehlende Kommata, inkorrekte Pronomen, etc. An manchen Stellen wirkt es für mich – ok, ich bin auch Redakteurin – als hättest du versucht, einen englischen Originaltext ins Deutsche zu übersetzen. Und das ist sehr schade. Ich gebe dir ein Beispiel: „Verschwendung zu reduzieren“ sagt man nicht; es muss heißen: „weniger zu verschwenden“.
    Ich habe selbst jahrelang gebloggt und weiß genau, wie viel Arbeit in einem richtig guten Post steckt. Nur, ich erwarte von einem Blogger auch, dass er sich wirklich Mühe gibt!
    Ich hoffe, dich stört mein direktes Feedback nicht. Musste ich loswerden.
    Lieben Gruß – Christa

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Christa,

      danke Dir für den ehrlichen und direkten Kommentar.
      Ich wollte den Beitrag unbedingt noch herausbringen udn war dabei etwas hektisch und habe ihn auch nicht mehr korrigieren lassen von jemand anderem.
      Du hast schon recht, dass sich dort zu viele Fehler eingeschlichen haben. Das soll definitiv nicht so bleiben und darf nicht mehr passieren. Tut mir wirklich leid.

      Schöne Grüße
      Dominik

    • Ich kann mich dem Urteil nur anschließen. Ich hatte beim ersten Durchlesen auch sofort den Eindruck, dass auffällig viele Passagen nach wörtlich übersetzten englischen Standardfloskeln klingen.

  • Jeder, der ein bißchen Erfahrung mit Immobilien hat, wird nicht deine Genialität bewundern, sondern dir sagen, dass es häufig eine sehr ungünstige Konstellation ist, wenn im selben Haus Miet- und Eigentumswohnungen nebeneinander existieren. Dass du selbst der Eigentümer bist und der große Rest des Hauses deine Mieter, ist dann der Worst Case. Neben finanziellen Fallstricken ist hier jede Menge Ärger vorprogrammiert. Es ist kein Vorteil gegenüber dem Fall erkennbar, alle Einheiten zu vermieten und selbst mit etwas Abstand zu wohnen (ob nun zur Miete oder in weiterem Eigentum). Der ganze Abschnitt ist in einem Artikel zur Lifestyle-Inflation auch irgendwie fehl am Platz.

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Bert,

      aus meiner Sicht ist es den meisten Menschen wahrscheinlich nicht möglich ein Mehrfamilienhaus komplett als Investment zu finanzieren.
      Wenn Du dagegen selbst in einer der Wohnung lebst und es daher zum Teil eigengenutzt ist, soll es deutlich leichter sein. Kenne mich da im Details allerdings auch nicht so gut aus.

      Schöne Grüße
      Dominik

      • Zum Kommentar von Bert. Einer meiner Kommilitonen wohnt ebenfalls bei einer Vermieterin im Haus, welches sonst für Sie alleine viel zu groß währe. Nicht das gleiche wie ein Mehrfamilienhaus, aber ähnlich. Der große Vorteil bei dieser Art von Miete ist meiner Meinung nach das man schlechtes Verhalten der Mieter sofort erkennt. Ebenso ist eine Kündigung aus persönlichen Gründen jederzeit möglich. Wenn eine Wohnung erst einem vermietet ist, kann es durchaus schwer sein, den Mieter wieder heraus zu bekommen. Ein großer Vorteil wenn man sein Haus als vermietet wg betreibt.
        Mff

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*