Glücksklee

Finanzielle Freiheit macht nicht glücklich!

Es ist mittlerweile schon über drei Jahre her, wo ich das erste Mal vom Konzept der Finanziellen Freiheit durch den amerikanischen Blog „Mister Money Mustache“ gehört habe. Ich war sofort Feuer und Flamme und setzte mir bereits mit 18 Jahren das Ziel, dass ich mit 30 Jahren die Finanzielle Freiheit erreicht haben will. Kurze Zeit später entstand dieser Blog, wo ich über meinen Weg hin zur Finanziellen Freiheit berichte.

Dabei hat sich in den letzten Jahren meine Meinung und Einstellung zur Finanziellen Freiheit allerdings stark verändert. Anfangs war ich noch der Meinung, dass die Finanzielle Freiheit der Heilige Gral zu einem glücklichen und zufriedenen Leben ist. Ich habe geglaubt, dass ich nur irgendwann die Finanzielle Freiheit erreichen müsste und dann ununterbrochen glücklich wäre und keine Sorgen mehr hätte.

Durch dutzende Gespräche mit lebenserfahreneren (älteren) und finanziell freien Menschen musste ich allerdings eine Sache immer wieder feststellen.

Finanzielle Freiheit macht nicht glücklich!

Lange Zeit habe ich es nicht wahrhaben wollen und zum Teil sogar verdrängt. Mit der Zeit wurde mir diese Erkenntnis allerdings immer bewusster. Ich las zum Beispiel die Bücher „Ich gönn mir Freiheit*“ von Patrick Hundt und „Finanzielle Freiheit“ von Gisela Enders. In beiden wird mit Menschen gesprochen, die die Finanzielle Freiheit bereit erreicht haben, diese anstreben oder sich doch für einen ganz anderen Lebensweg entschieden haben.

Und das Ergebnis ist immer das gleiche:

Menschen sind glücklich, wenn Sie gesund sind, gute und stabile Beziehungen haben und einer Aufgabe nachgehen können, die ihnen Spaß macht und sie mit Sinn erfüllt.

Die Finanzielle Freiheit kann hier der Schlüssel sein, damit Du den Sprung in die Selbstständigkeit wagst oder Dein Hobby zum Beruf machen kannst. Dabei ist die Finanzielle Freiheit allerdings höchstens ein Glückskatalysator, aber niemals das Glück an sich.

Gerade in der Finanzblog-Szene gibt es viele Leute, die das Angestelltenverhältnis an sich oder Arbeiten immer als etwas negatives und lästiges beschreiben. Das weitverbreitete und bekannte Hamsterrad. Ich habe auch schon häufiger mit Menschen bei Finanztreffen oder beim Cashflow gesprochen, dass Sie ihren Job hassen oder nur sehr ungerne machen. Deswegen würden sie gerade so hart daran arbeiten viel Geld zu sparen, zu investieren und die Finanzielle Freiheit dadurch zu erreichen.

An dieser Denkweise gibt es allerdings meiner Meinung nach ein großes Problem:

Wenn Du Deinen Job nicht magst und die Finanzielle Freiheit als Erlösung ansiehst, wird Dich das niemals wirklich glücklich machen.

Vorallem musst Du dafür viele Jahre in Deinem ungeliebten Job verweilen und aushalten, bis Du die Finanzielle Freiheit dann wirklich erreichst.

Ich habe mir immer wieder die Fragen gestellt:

Warum sollte ich in einem ungeliebten Job bleiben, wenn er mich unglücklich macht?

Warum sollte ich mein Unglück einfach nur aushalten, bis ich die Finanzielle Freiheit erreicht habe? Gibt es da nicht einen besseren Weg?

Dominik

Die Fragen habe ich mir gerade in der Zeit meines dualen Studiums gestellt, wo ich in total ungeliebten Arbeitsbereichen war und ich mich jeden Morgen dort hinschleifen musste. Wo ich jeden Sonntag-Abend schon unglücklich war, dass morgen wieder Montag ist.

In dem Moment war mir klar, dass meine höchste Priorität in meinem Leben ist, dass ich so oft wie möglich glücklich bin. Klar werde ich in meinem Leben irgendwann die Finanzielle Freiheit erreichen und nicht mehr arbeiten müssen. Für mich ist die Finanzielle Freiheit allerdings nur ein Werkzeug, um ein glückliches Leben führen zu können.

Und wenn ich dadurch mein Ziel der Finanziellen Freiheit erst später erreichen sollte, dass ich einen ungeliebten Job früher kündige und in einen schlechter bezahlten aber erfüllenderen Job wechsle, dann werde ich das tun.

Denn ich wähle Glück vor Freiheit.

3 Kommentare

  • 100%tige Zustimmung.
    Den Lernprozess habe ich jetzt auch (fast) ganz durch.

    Gruß,
    Pascal

    Ps.
    Deine Blogübersicht funktioniert nicht richtig, zumindest Mobil, da werden die neuen Beiträge nicht angeziegt.

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Pascal,

      ich glaube jeder macht irgendwann diesen Schritt oder hat irgendwann diese Erkenntnis.
      Das scheint der natürlich Weg zu sein.

      Danke auch für den Hinweis. Weiß noch nicht, woran es liegt. Werde allerdings versuchen dafür eine Lösung zu finden.

      Schöne Grüße
      Dominik

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