Haus

Erfahrener Immobilieninvestor im Interview (Steffen Kriese)

Ich freue mich wirklich sehr Steffen vom YouTube-Kanal Wirtschaft verstehen heute im Interview zu haben. Auf seinem Kanal interviewt er viele erfolgreiche Investoren zu ihren Erfolgsgeheimnissen. Schaut unbedingt mal vorbei. Heute möchte ich den Spieß mal umdrehen und Steffen etwas ausquetschen.

Lass uns direkt starten.

Steffen stell Dich doch bitte meinen Lesern kurz vor:

Mein Name ist Steffen Kriese, Jahrgang 1975. Ich möchte Dich inspirieren, Deinen Weg zu gehen und auch finanziell erfolgreich zu werden. Ich bin studierter Wirtschaftspädagoge und habe mir auf die Fahnen geschrieben wirtschaftliche Themen einfach und klar zu erklären. Dies tue ich sehr gerne in meinem YouTube Kanal Wirtschaft verstehen:

–> Zum YouTube-Kanal

In meiner Freizeit spiele ich gerne Fußball, betreibe Fitness und unternehme viel mit meinen Kindern.

Seit wann investierst Du Dein Geld und wie bist Du dazu gekommen?

Mit Anfang 20 fing ich mit dem Investieren und Traden an der Börse an. Learning by doing. Zu Zeiten des Neuen Marktes musste ich allerdings feststellen, dass Geduld nicht immer richtig sein muss. Bei einigen Aktien hatte ich nachher so viel Geduld, bis diese nichts mehr wert waren. Aus diesen Fehlern lernte ich und fing erfolgreich das Traden nach einem vorher genau festgelegten Regelwerk an. Meine langfristigen Investments tätigte ich nur noch in solide Unternehmen, von denen ich überzeugt war.

Im Laufe der Zeit merkte ich allerdings, dass die Börse nicht alles ist und ich fing noch damit an, mir Wissen über das Investieren in Immobilien anzueignen. Auch hier merkte ich wieder: Die Dinge können schrecklich kompliziert und unverständlich erklärt werden, oder aber doch sehr einfach und verständlich. Gezielt suchte ich mir Mentoren, die mir alles verständlich erklärten. Nun musste ich nur noch Handeln und tat es auch, so dass ich aktuell auf einen Immobilienbestand von 15 Objekten blicken kann und weitere hinzukaufe.

Du investierst Dein Geld hauptsächlich in vermietete Immobilien? Was war für Dich der Hauptgrund die Immobilien anderen Investments vorzuziehen?

Entscheidend für mich war vor allem der Effekt, dass Du Dein Geld hebeln kannst. Was meine ich damit? Du kannst durch die Aufnahme von Fremdkapital einen viel größeren Gegenwert erwerben, als wenn Du dies nur durch den Einsatz Deines Eigenkapitals tun würdest.

Ein Beispiel: Du verfügst über 10.000 € und investierst diese in eine Aktie. Dann erwirbst Du einen Gegenwert von 10.000 €. Mit diesen 10.000 € könnte ich mir allerdings auch eine Wohnung im Wert von 100.000 € kaufen, indem ich die restlichen 90.000 € finanziere. Klar gehört die Immobilie dann noch nicht mir, aber ich habe einen Immobiliengegenwert in Höhe von 100.000 € und erhalte auch Mieteinnahmen für ein Objekt im Wert von 100.000 €.

Dieser Hebeleffekt war für meine Überlegungen in Immobilien zu investieren ausschlaggebend. Was noch dazu kommt: Alle reichen Menschen die ich kenne, verfügen über einen beachtlichen Immobilienbestand. Auch wenn Du in die Vergangenheit schaust: Währungsreformen, Wirtschaftskrisen… am Ende standen die Menschen mit Immobilien besser da, als die fleißigen Sparbuchsparer, deren Geld auf einmal nichts mehr wert war.

Abschließend reizt mich der kreative Aspekt, den Du durch eine Immobilie ausleben kannst. Du hast viele Gestaltungsmöglichkeiten und kannst auf Dein Investment Einfluss nehmen. Dies gefällt mir mehr, als wenn ich einer Aktie beim Steigen und Fallen zuschauen darf.

Als Außenstehender hörst Du sehr oft, dass Immobilieninvestments sehr gefährlich sind, Mieter Deine Immobilien verwüsten oder einfach nicht bezahlen. Was ist an diesen Vorurteilen dran und wie kann das Risiko hierfür verringert werden?

Hierzu könnte man weit ausholen. Es kommt auf ein gutes Management an und ist wie bei allem: Kümmerst Du Dich nicht um Deine Sachen, so überlässt Du den Umständen die Kontrolle und wirst gelebt. Am Anfang steht die Auswahl Deiner Mieter und hier stellen sich die Weichen. Gerade die Auswahl der Mieter sollte sehr bedacht und professionell erfolgen. Prüfe also alle notwendigen Unterlagen, Schufa-Auskunft, Verdienstbescheinigungen und vieles mehr. Vertraue auch auf Dein Bauchgefühl und stelle stets einen guten Draht zu Deinen Mietern her.

Wenn Dir das zu viel ist, so gebe diese Aufgaben an eine gute Sondereigentumsverwaltung ab, die sich als kompetenter Ansprechpartner um die Auswahl Deiner Mieter kümmert.

Ein Restrisiko bleibt natürlich bestehen, aber auch dieses ist im Falle des Falles zu managen. Und: Wer nichts wagt, kann auch nichts gewinnen!

Was waren die größten Fehler, die Du beim Investieren in Immobilien bisher gemacht hast? Was würdest Du mit Deiner heutigen Erfahrung anders machen?

Meine Fehler halten sich zum Glück in Grenzen. Und Fehler sind generell auch Chancen etwas zu lernen. Also Steine als Sprungbrett auf dem Weg nach oben. Manchmal habe ich zu schnell gekauft, so dass ich nachher mehr zu reparieren, bzw. zu renovieren hatte, als ich mir ursprünglich vorgestellt habe. Bei einem vermieteten Objekt ist dies aber nicht so tragisch, so lange es sich im Rahmen hält, da die Kosten steuerlich voll angesetzt werden können.

Generell kann man sagen, dass ich eher miterlebt habe, wie eine Immobilie in schlechten Zustand erworben und sich nicht darum gekümmert wurde. Ich half dann letztlich dabei die Kohlen aus dem Feuer zu holen und habe selber Wochenenden renoviert und mich abschließend mit um den Verkauf gekümmert. Dies war schon sehr anstrengend und nervig, letztlich aber eine gute Erfahrung.

Nach Deinen vielen Interviews mit erfolgreichen Immobilieninvestoren hast Du bestimmt viel Lernen können. Was ist Deiner Meinung nach der wichtigste Erfolgsfaktor, den jeden der Immobilieninvestoren vereint?

Fokussierung, Durchhaltevermögen, Kreativität und eine gute Portion Tatendrang die Dinge umzusetzen und nicht nur darüber zu reden.

Du hast vor kurzem ein Ebook herausgebracht, in welchem Du Deine Praxiserfahrungen zum Investieren in Immobilien teilst. Was hat Dich dazu bewogen nochmal die Arbeit auf Dich zu nehmen und ein eigenes Buch zu schreiben, wo es doch bereits einige gute Immobilienbücher gibt?

Das stimmt: Es gibt bereits viele gute Immobilienbücher. Mir war allerdings wichtig ein richtiges Praxisbuch zu verfassen, in welchem ich genau aufzeige, wie ich zum Investieren in Immobilien gekommen bin. Zudem beschreibe ich konkret wie ich meine ersten Investments umgesetzt habe und worauf ich besonderen Wert lege.

Alles ist sehr praxisbezogen und das macht den Unterschied zu vielen bereits vorhandenen Büchern.

Konkrete Praxis-Tipps können viel Geld sparen und gerade im Bereich der Immobilien geht es meistens um größere Summen.

Dazu gibt es meine Berechnungs-Tools und auch meine Check-Liste mit denen ich arbeite. „Keep it simple“ ist stets mein Motto.

Die Rückmeldungen sind sehr gut, so dass ich mich besonders freue, dass ich dieses Vorhaben umgesetzt habe.

Gleichzeitig gibt es noch die Möglichkeit mein Hörbuch mit über 5 Stunden Laufzeit vergünstigt mit zu erwerben. Dieses Projekt lag mir ebenfalls besonders am Herzen.

Weitere Informationen und Leseproben zu meinem E-Book kannst Du hier finden:

Vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview genommen hast. Ich denke, dass alle jüngeren Investoren von Deinen Erfahrungen zum Thema Immobilien profitieren können.

Steffen hatte mich auch bereits vor einigen Wochen zu meinem Buch interviewt. Das Interview findet ihr hier auf meinem Blog.

Habt ihr auch in Immobilien Geld investiert? Was würde Ihr dazu oder zu anderen Themen noch gerne von Steffen erfahren? Schreibt die Fragen gerne in die Kommentare.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*