Die 3 größten Zeitdiebe

Man könnte es so kurz machen. Reduziere deine Fernsehzeiten, koche Sonntagabends dein Essen für die Woche vor (am Besten mit Lebensmitteln, die sich skalieren lassen) und stimme die Termine in deinem Zeitplaner besser ab! Nein, um solche praktischen Tipps geht es heute nicht.
Wir nehmen uns heute den Kern vor — die 3 größten Zeitfresser, die dich auf deinem Weg zum großen Glück behindern und dir immer wieder Stolpersteine in den Weg legen. Zeitfresser, bei denen man nie ans Ziel kommt, und mit denen sich die Menschen tagtäglich, sogar Monate, Jahre, ja nicht selten sogar das ganze Leben beschäftigen.

1 — Indirekte statt direkte Handlungen wählen

Hast du schon einmal versucht, mit jemandem über Mittelsmänner zu kommunizieren? Was war einfacher und ging schneller — der direkte Austausch mit deinem Gegenüber oder das Gespräch, das über den Mittelsmann lief? Was denkst du, wird schneller und reibungsloser ablaufen — wenn du mit deinen Wünschen an jemanden herantrittst, damit er sie durchsetzt oder wenn du dich entscheidest, ganz alleine nach Lösungen zu suchen und danach zu handeln?


Stellen wir uns mal vor, du hast ein Bedürfnis oder einen Wunsch. Du hast jetzt zwei Möglichkeiten, dieses Bedürfnis umzusetzen: entweder du handelst direkt und zeitnah oder indirekt über einen Mittelsmann, was zwangsweise viel länger dauern wird. Oft ist dieser Mittelsmann der Staat. Menschen wenden sich oft an ihn, wenn sie bestimmte Bedürfnisse (z.B. die Garantie für Erhaltung des Lebensstandards) befriedigt wissen wollen, die ihnen auf dem Einzelpfad entweder nicht umsetzbar scheinen oder von denen sie nicht wissen, wie es geht.


Um aber vom Staat überhaupt gehört zu werden, muss nicht nur eine einzelne Person dieses Bedürfnis äußern, sondern sehr, sehr viele. D.h. gegebenenfalls musst Du erstmal 100.000 oder mehr Menschen von deinen Ideen überzeugen. Bist du schon mal an jemanden herangetreten, der eine konträre Meinung hatte und hast du dir Mühe gegeben, ihm nachzuweisen, dass es besser ist zu denken wie du? Dann weißt du ja, dass sich die Wahrscheinlichkeit einer Umstimmung als schwierig erweist. Die Menschen denken, wie sie denken. Manchmal schaffen es welche, und zwar, wenn es wirklich viele Menschen gibt, die ähnlich ticken und sich leicht anschliessen. Diese Menschen sind schon von sich aus motiviert, d.h. wenn sie sich dir anschliessen, heisst das, sie dachten schon die ganze Zeit in diese Richtung.


Sagen wir, wir haben jetzt 1,5 Millionen Menschen davon überzeugt, sich uns anzuschliessen, um mit der gewünschten Bitte vor einen Politiker oder eine Partei zu treten (indirekte Handlung) oder daraus selbst eine Bewegung zu gründen (direkt). Der zweite Fall ist etwas besser, aber nur marginal. In beiden Fällen müssen jetzt die Politiker gegenüber treten und sich täglich über eine Lösung streiten. Noch schlimmer — morgen kommt ein neues Thema auf, das dringlicher behandelt werden muss. Bis dann irgendwann ein Kompromiss gefunden wird, der alle leer ausgehen lässt, vergehen sehr viele Jahre. Die Sache ist — Politiker sind Menschen mit eigenen Problemen. Sie kennen dich wahrscheinlich nicht, und werden auch niemals wissen, was so in deinem Kopf vorgeht. Es wird auch niemals möglich sein, über Politik alle Menschen zufrieden zu stellen, wobei du selbst erreichen kannst, dass du zufrieden bist.


Um also Zeit zu sparen und effektivere Lösungen zu finden, bietet sich lieber der direkte Weg — ohne Mittelsmänner — an. Die Steuern werden erhöht und dir passt das nicht? Indirekter Weg: Petitionen unterschreiben, sich an irgendeinen Staatsmann wenden oder Ähnliches. Direkter Weg: Sich bzgl. Steuern beraten lassen, legale Möglichkeiten suchen, Steuern zu sparen oder gar das Land verlassen.  Ist dein Lebensstandard (Lifestyle) gefährdet oder deine Altersvorsorge? Indirekter Weg: Politiker anbetteln, sich irgendeiner Bewegung anschliessen, andere verantwortlich machen und randalieren. Direkter Weg: Geld verstehen, Mehrwert schaffen, Investieren lernen. Das Ganze betrifft nicht nur die liebe Politik, sondern auch viele andere Bereiche. Beispielsweise bei Freizeitaktivitäten, zu denen deine Liebsten keine Lust haben. Indirekter Weg: Sie davon überzeugen wollen, sie überreden oder faule Kompromisse schliessen („Wenn …, dann …“). Direkter Weg: Leute suchen, die Lust darauf haben.
Indirekte Wege sind immer zeitaufwendiger und niemals effektiv. Auch den Unterschied alleine zu erkennen ist schon Gold wert.

2 — Positive Thinking

Kann man mit positivem Denken sein Leben verbessern? Manche sagen, man bräuchte nur die richtige Gedanken-„Wellenlänge“, um bestimmte Resultate zu erzielen. Unter dem Banner vom Positiven Denken werden einige Fallen versteckt, die verheerende Wirkungen haben können. Ein schönes Beispiel dazu liefert Harry Browne in The Secret of Selling Anything*:

Bobby ist Verkäufer aus Leidenschaft. In seiner Ausbildung hat er die kühnsten Überredungstricks gelernt oder wie man Menschen zum Kauf motiviert. Er glaubt ganz fest daran, dass es nur von ihm abhängt, ob er einen Verkauf tätigt. Also setzt er alle psychologischen Tricks ein, die er kennt — er zieht sich sympathisch an, feilt an seiner Aussprache und seiner Körperhaltung. Er setzt sogar den Knappheits-Trick ein — suggeriere dem Kunden, dass das Produkt nur noch in wenigen Auflagen verfügbar und schon bald ausverkauft ist. Dann beissen sie an! Wenn er es aber nicht schafft, einen potentiellen Kunden zu überzeugen, zweifelt er an seiner Fähigkeit als Verkäufer. Wenn es Tage gibt, an denen er fast nichts verkauft, weiss seine Frau, was zu tun ist — abends kocht sie ihm sein Lieblingsessen, damit er sich wieder gut fühlt und nicht mehr so geknickt ist.

Leider ist heute so ein Tag. Es ist schon 14 Uhr und Bobby hat noch immer nichts verkauft. Niedergeschlagen und an sich zweifelnd, fasst er sich nach einem kleinen Imbiss doch ein Herz: Beim nächsten Kunden klappt’s! Aufgeregt und mit Herzklopfen steht er vor deinem Haus. Seine Augen sind geschlossen, er atmet immer wieder tief ein und aus — und wiederholt immer wieder eilig: „Dieser Kunde kauft. Dieser Kunde kauft. Der nächste Kunde wird kaufen. Er wird kaufen.“ In seinem Kopf malt er sich lebhaft die Situation aus, in der du die Bestellung tätigst. Was fühlt sich das gut an! Leider steht dein Fenster offen und Bobby merkt nicht, dass du aus Versehen aus dem Fenster blickst und ihn beobachtest. Was macht der Kerl da?, fragst du dich und ziehst die Augenbrauen hoch.

Bobby fühlt sich jedenfalls gestärkt und grossartig. Er ist felsenfest überzeugt, dass du als nächster Kunde bei ihm kaufst. Er hat es sich schliesslich in den buntesten Farben in seinem Kopf ausgemalt. Nun klingelt er bei dir, du machst irritiert auf und er begrüßt dich. „Guten Tag, Frau/Herr _. Ich verkaufe den erlesensten Pfälzer Wein, den Sie sich vorstellen können! Darf ich Ihnen eine kleine Kostprobe anbieten?“ Stotternd stehst du vor dem kleinen Mann mit der Halbglatze, der dich strahlend begrüßt. Aber mit jeder verstreichenden Sekunde weicht sein Enthusiasmus. „Also — eigentlich habe ich jetzt keine Zeit“, sagst du, denn du trinkst ohnehin keinen Alkohol und möchtest dir auch kein Verkaufsgespräch anhören. Bobby fängt an zu schwitzen. Damit hatte er nicht gerechnet. Was soll er jetzt bloß tun? „Aber — aber unsere Marken sind sehr gut. Vielleicht hätte jemand aus Ihrer Bekanntschaft Freude daran?“ — „Nein, ich glaube nicht, tut mir leid“, sagst du, „ich wünsche noch einen schönen Tag!“ Du ziehst die Tür langsam zu und stellst dabei sicher, dass Bobby deine Botschaft versteht. Mit einem lauten Klack rastet die dicke Tür dann ein. Bobbys Tag ist zerstört. Bei seinem nächsten Rundgang ist er so lange niedergeschlagen und pessimistisch, dass er lange braucht, um sich von den Rückschlägen zu erholen. Seine Frau weiss manchmal nicht weiter. Denn Bobby nimmt das Gefühl, versagt zu haben, auch mit nach Hause. Eine schwere Bürde — sowohl für ihn als auch seine Familie. 

Was Bobby übersehen hat, ist, dass er keine Gewalt über andere Menschen hat. Nein, wir können mit unseren Gedanken den Willen anderer Menschen nicht steuern! Du kannst auch nicht mithilfe deiner Gedanken etwas bewegen oder mit deiner reinen Willenskraft einen bestimmten Umstand herbeizaubern, zu einem Zeitpunkt, den du dir aussuchst. Was wäre das sonst für eine Welt! Die Wahrheit ist — Wir kaufen nur, was wir tatsächlich wollen und nicht, weil jemand Anderes in seinen Gedanken das so beschlossen hat. Um etwas zu verkaufen, musst du etwas anbieten, was profitabel für den Anderen ist und nicht an deiner Gedanken-Wellenlänge oder an psychologischen Tricks feilen. Am Ende sagt „Positive Thinking“, dass du mit deinen Gedanken die Welt, das Verhalten deiner Mitmenschen und sämtliche Umstände kontrollieren kannst!

Aber dieses Verhalten ist nicht für deinen potentiellen Kunden gefährlich — ihn könnte es nicht weniger interessieren. Dieses Denken ist gefährlich, weil man Rückschläge persönlich nimmt und man auch nicht daraus lernen kann. Am Ende ist Positive Thinking nichts Anderes als „Ich wünsch‘ mir was …“ Es kann das nächste Mal anders sein und das übernächste Mal wieder anders — es wird einen verrückt machen und man wird die Welt nicht verstehen. Zum Anderen handelt es sich hier um einen Zeitdieb, weil du dich mit Dingen beschäftigst, die ausserhalb deiner Kontrolle liegen und damit absolut irrelevant sind!

Ich muss gestehen, dass ich das auch schon so praktiziert habe. Zwar nicht bei Verkaufsgesprächen, aber bei Prüfungen. Es gab schon Klausuren, da habe ich mir gesagt: Ach, das wird schon gut werden. Das wird super. Ich schreibe eine super Note! Ich habe mir sogar meine Wunschnote notiert und sie über mein Bett gehangen. Jeden Abend habe ich drauf geguckt und mich gefühlt, als sei die 1,7 schon sicher. Irgendwann habe ich es sogar geglaubt! Und von da an habe ich mir auch weniger Mühe gegeben. Ich habe mir sogar lieber Videos und Filme über diverse „Lerntricks“ angesehen statt tatsächlich zu lernen. Und ratet mal — meine Wunschnote blieb eine Wunschnote. Tatsächlich hatte ich meine besten Zensuren bei Klausuren, bei denen ich für alles irgendwie gewappnet und vorbereitet war (so eine Überraschung! 😉 ).

3 — Prokrastination

Wie wir gerade gesehen haben, kann Positive Thinking eng mit der Prokrastination zusammenhängen. Prokrastination — was sagt Wikipedia überhaupt dazu?
Prokrastination, auch extremes Aufschieben, ist eine Arbeitsstörung, die durch ein nicht nötiges Vertagen des Arbeitsbeginns oder auch durch sehr häufiges Unterbrechen des Arbeitens gekennzeichnet ist, sodass ein Fertigstellen der Aufgaben gar nicht oder nur unter enormem Druck zustande kommt. Dies geht fast immer mit einem beträchtlichen Leidensdruck einher.

Das klingt ja schrecklich. Arbeitsstörung. So habe ich das ja noch nie gesehen. Dieses Problem tritt meistens bei Leuten auf, die selbstständig arbeiten, also beispielsweise Studenten, Anwälte, Lehrer, Journalisten. Nur 1,5% einer studentischen Probe geben an, überhaupt nie prokrastiniert zu haben. Tatsächlich habe ich sogar mal vor ein paar Jahren ein Buch dazu gelesen — Schluss mit Prokrastinieren: Wie Sie heute beginnen, mit dem Aufschieben aufzuhören* von Monica Basco. Sie schrieb es, weil sämtliche ihrer Studenten immer wieder um Terminaufschiebungen gebeten haben oder auf sonstige Art und Weise prokrastinieren. Auch sie beginnt das Buch mit dem Satz, dass sie das Schreiben der Lektüre immer wieder in die Zukunft verschoben hat. Ich glaube, das ist auch der Grund, warum jeder Mensch sagt, er möchte mal ein Buch schreiben, es aber nie dazu kommt. Auch wird das Abnehmen, Sportmachen und sogar wichtige Lebensziele vor sich hergeschoben, bis es zu spät ist.

Aufschieberitis hat selten etwas mit Faulheit zu tun.

Warum tut man etwas so Zeitraubendes und Schädigendes? Monica Basco spricht in Schluss mit Prokrastinieren*, dass durch das Aufschieben Vorteile entstehen. Tatsächlich ist die Prokrastination höchst verführerisch, und zwar so sehr, dass sich ihr wahrscheinlich jeder Mensch hin und wieder hergibt. Sie gaukelt einem Freude, Erleichterung, Entlastung vor, schafft eine andere Wirklichkeit und hat sich für viele als Komfortzone etabliert, der nur schwer zu entrinnen scheint. Das Fatale ist — das Ganze bleibt ohne Konsequenzen, weswegen wir überhaupt den Luxus besitzen, prokrastinieren zu können. Es bleibt ohne Konsequenz, wenn wir es uns angewöhnen, nur in letzter Minute zu pauken und die Klausur bestehen und auch als Erwachsene/r bleibt es ohne Konsequenz, wenn wir uns umentscheiden, eine Aufgabe nicht zu erledigen. Wir leben in einer Welt voller zweiter Chancen. Am Ende drücken wir uns aber vor unangenehmen Aufgaben, die keinen Spaß machen, uns aber große Schritte vorwärts bringen könnten. Wir verschenken Zeit und betäuben uns lieber — mit Fernsehen, Gossip, Internet, Essen, Zigaretten und was uns nicht noch so einfällt.

Dabei steht fast niemals reine Faulheit dahinter, sondern Unsicherheit und Selbstbetrug — wir wissen z.B. nicht, wie etwas geht, deswegen fangen wir nicht an. Wir wissen ja gar nicht wo. Oder wir haben Angst, Fehler zu machen. Oder wir möchten die unangenehme Situation nicht erleben — z.B. ein unschönes Gespräch. Ich glaube, Prokrastination ist der Hauptgrund, warum Menschen sich überhaupt nicht mit Finanzen beschäftigen. Sie wissen gar nicht, wo sie anfangen sollen, also machen sie lieber gar nichts.

Was sind eure schlimmsten Zeitdiebe?
Viele Grüße,
Anna

„Ich schaffe das schon“, „Ich habe noch viel Zeit“, „Das ist zu schwer für mich“, „Ich bin zu müde“, „Das funktioniert doch eh nicht“ — was sind deine Ausreden, um dich vor unangenehmen Aufgaben zu drücken? Fühlst du dich danach schuldig oder bist es einfach leid? Warum tust du das überhaupt? Die „geheilte Prokrastiniererin“ Monica Basco nimmt dich in Schluss mit Prokrastinieren* an die Hand und erklärt dir, wie du gleich heute (nein, Morgen! 😉 ) mit dem Aufschieben aufhören kannst. Mit anschaulichen Beispielen, gepaart mit kurzen Selbsttests und praktischen Übungen bringt uns die Psychologin und Professorin bei, wieso Prokrastination überhaupt entsteht, wie man mit kleinen Schritten vorwärts kommen und seinen Perfektionismus überwinden kann.

Dieser Beitrag ist bereits auf dem mittlerweile still gelegten Blog Finance & Philanthropy erschienen.

4 Kommentare

  • Ein schöner Artikel, mal etwas anderes.
    Nicht nur das ETF-sind-sooo-genial-Finanzblogger-Gelaber!

    Bei einem Punkt muss ich dir aber widersprechen:

    „Was Bobby übersehen hat, ist, dass er keine Gewalt über andere Menschen hat. Nein, wir können mit unseren Gedanken den Willen anderer Menschen nicht steuern“

    Beim Positive Thinking geht es nicht darum, hirnlos wie ein Chamäleon auf Drogen durch die Welt zu rennen. Es geht darum, ein gesundes Selbstbewusstsein aufzubauen und gerade NICHT an sich selber zu zweifeln. Man arbeitet an sich, um besser zu werden.

    Der obere Vertreter denkt nicht wirklich positiv, er redet sich etwas ein. Das „richtige“ Positive Thinking wäre für ihn: „Ich habe vor einem Jahr 1 Weinflasche bei 100 Personen verkauft. Nun konnte ich die Quote im Schnitt auf 7 von 100 steigern, da ich meine Körpersprache gezielt einsetze.“

    Und natürlich kann man durch bestimmte Handlungen eine bestimmte Prozentzahl von Personen manipulieren. Es klappt nicht bei jeder Person. Aber allein die Änderung einer Farbe (z. Bsp. der Produktverpackung) kann die Anzahl der Verkäufe von sagen wir 1,4 auf 1,53 % erhöhen. Bei 10 potenziellen Kunden sieht man keine Auswirkungen, aber bei 1.000 Personen sind das einige Verkäufe mehr!

    Teuflische Grüße aus der Finanzhölle
    Luzifer
    🔥

    • Huhu Luzifer! Danke für deinen Kommentar 🙂
      Vielleicht hast du recht und muss es mir nochmal durch den Kopf gehen lassen. Manipulationstechniken beim Verkauf können klappen, das ist richtig und auch gute Ergebnisse erzielen. Ich glaube, das höchste Ziel sollte trotzdem sein, einen Mehrwert zu stiften und nicht zu sehr auf Manipulation zu setzen. Ich meine, keiner mag es, offensichtlich manipuliert zu werden ^^ Das Vertrauen sinkt dann. Deswegen denke ich, je aggressiver man darauf zurückgreift, desto nachteiliger wird es sein.
      Viele Grüße
      Anna 🙂

      • Das Problem ist, du siehst es als Manipulation (negativ) an. In der Wirtschaft wird das einfach als Marketing (positiv) bezeichnet. Du wirst täglich „Opfer“ von Marketing, ob du es willst oder nicht. Aber das hat auch einen guten Grund: Allein Mehrwert erreicht die Menschen nicht, das ist ein Märchen. Damit die Inhalte die Personen erreichen, müssen sie auch entsprechend verpackt sein.

        Vielleicht solltest du darüber nachdenken, das Ganze nicht mehr so negativ zu sehen. Du kannst ja auch Marketing einsetzen, damit GUTE Inhalte mehr Leute erreichen.

        Teuflische Grüße aus der Finanzhölle
        Luzifer
        🔥

        • Hallo Luzifer,
          danke für deinen Kommentar.
          (Hattest du nicht den Blog „Des Teufels Trader“?)
          Also ich sehe Marketing nicht als schlimm an. Man kann natürlich einige psychologische Tricks verwenden, weil sie funktionieren. Das Marketing differenziert sich ja zudem auch, in welchem Segment man unterwegs ist (für die Masse oder Luxusartikel z.B.), je nachdem bieten sich andere Strategien an. Wenn man aber aggressiv Marketing betreiben muss, um überhaupt etwas zu verkaufen, läuft es falsch. Das Beste, was passieren kann, ist, dass die Kunden so begeistert sind, dass sie Mundpropaganda machen. Ein gutes Beispiel dafür ist Primark, deren Werbebudget sehr dünn ist, soweit ich weiß. Auch Leute wie Simon Sinek oder MJ DeMarco empfehlen das bzw sagen es geradeheraus: Je stärker/aggressiver du auf Manipulationen angewiesen ist, desto schlimmer steht es um dein Geschäft.

          Viele Grüße,
          Anna

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*