ETF Zahlen und Formeln

Thesaurierende vs. Ausschüttende ETFs

Bei der Auswahl der passenden ETFs stellt sich irgendwann automatisch die Frage:

Möchte ich, dass Erträge an mich ausgeschüttet werden oder sollen diese automatisch wiederangelegt (thesauriert) werden?

Meiner Meinung nach gibt es auf diese Frage keine eindeutige Antwort. So streiten sich viele Privatanleger in hitzigen Diskussionen darüber, was wohl die bessere Wahl sei. Ich möchte an dieser Stelle die einzelnen Vor- und Nachteile der beiden Varianten erläutern und zum Schluss meine aktuelle Anlagestrategie darstellen.

Grundsatz

Bei der Wahl zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs geht es darum, welchem Punkt des magischen Dreiecks des Investierens Priorität eingeräumt wird. So hat jede Investition die drei Punkte Rendite, Risiko und Liquidität, wobei Du niemals alles gleichzeitig haben kannst. Am besten wäre natürlich eine Investition ohne Risiko und mit extrem hohen Renditen, wo Du jederzeit auf Dein Geld zugreifen könntest.

Durch die Wahl eines ausschüttenden ETFs hast Du eine höhere Liquidität und eine niedrigere Rendite, weil bei der Wiederanlage Kosten entstehen. Auf der anderen Seite hast Du bei einem thesaurierenden ETF eine höhere Rendite und niedrigere Liquidität. Die Wiederanlage kostet nichts, doch dafür musst Du Anteile verkaufen, um an Dein Geld zu kommen.

Die Phasen der Investition

Es gibt bei der Investition von Geld die Anspar- und die Entnahmephase. Bei der Entnahmephase ist es klar, dass thesaurierende ETFs nicht viel Sinn ergeben würden, weil hierbei ständig Anteile verkauft werden müssten und hierbei Transaktionskosten anfallen. Das Problem ist, dass die wenigsten Menschen sofort in der Entnahmephase starten und zuerst ein Vermögen aufbauen müssen. So wird zumeist das Portfolio über Jahrzehnte aufgebaut, bevor Geld daraus entnommen wird.

So befindet sich der Großteil der Investoren in der Ansparphase, wo es meiner Meinung nach nicht so eindeutig ist, welcher ETF gewählt werden sollte. Hier gibt es einzelne Faktoren, die entweder für die Ausschüttungen oder das Wiederanlegen sprechen.

Steuern

Seit 2009 müssen Anleger auf Kapitalerträge die Abgeltungsteuer bezahlen. So wird bei der Wahl des jeweiligen ETFs versucht möglichst wenig Steuern jetzt zu zahlen und durch den Steuerstundungseffekt eine höhere Rendite zu erzielen. Aktuell ist es so, dass auf ausschüttungsgleiche Erträge (dies sind die Beträge, die bei einem thesaurierenden ETF wiederangelegt, anstatt ausgeschüttet werden) genauso die Abgeltungssteuer anfällt, wie auf die Ausschüttungen. So lässt sich hier kein Steuervorteil erzielen. Aus diesem Grund weichen viele Anleger auf sogenannte Swapper (eine bestimmte Replikationsmethode von ETFs) zurück, da sie hier die Besteuerung vermeiden können und erst die Steuern zahlen müssen, wenn sie die Anteile verkaufen. (Auf die verschiedenen Replikationsmöglichkeiten werde ich später noch eingehen, doch das spielt an dieser Stelle erstmal keine Rolle.)

Aktuell steht auch eine Reform dieser Steuer an, die im Jahr 2018 in kraft treten soll. Dabei sieht es so aus, dass der Steuervorteil von Swappern dann wegfällt und thesaurierende ETFs dann wieder Steuervorteile haben. Meiner Meinung nach sollte die Abgeltungssteuer bei der Wahl des passenden ETFs keine Rolle spielen. Die Gesetze ändern sich relativ schnell, sodass ein Steuervorteil von einem auf das andere Jahr ganz wegfallen kann. Wenn der Steuervorteil das einzige Kriterium für den Kauf ist, muss die Anlagestrategie alle paar Jahre kostenintensiv umgestellt werden.

Zudem will der Gesetzgeber solche Steuervorteile wie bei den Swappern beseitigen, damit die Steuern auch entstehen und entrichtet werden. Auf diese Weise bleiben Steuern maximal ein positiver oder negativer Nebeneffekt, auf den nicht zu viel Wert gelegt werden sollte.

Transaktionskosten und Rendite

Bei jeder Transaktion (Kauf und Verkauf) fallen Kosten an. So haben thesaurierende ETFs einen großen Vorteil gegenüber den ausschüttenden ETFs, weil hier keine Transaktionskosten für die wiederangelegten Beträge anfallen. Die Frage ist, wie stark sich diese nicht anfallenden Transaktionskosten auf die langfristige Rendite auswirken. Dies möchte ich an einem Beispiel berechnen:

Wir haben zwei identische ETFs, die sich nur in dem Umgang mit Ausschüttungen unterscheiden. Alle ausgeschütteten Beträge werden auch wieder reinvestiert. Der thesaurierende ETF hat eine langfristige Rendite von 5% (inflationsbereinigt vor Steuern).

Wenn jeden Monat 500€ investiert werden, haben wir bei dem thesaurierenden ETF nach 40 Jahren 724.800€ als Vermögensendwert.

Bei 1,5% Transaktionskosten beträgt der Vermögensendwert bei einer:

  • Ausschüttungsquote von 1%: 722.100€
  • Ausschüttungsquote von 2%: 719.500€
  • Ausschüttungsquote von 3%: 716.800€
  • Ausschüttungsquote von 4%: 714.200€
  • Ausschüttungsquote von 5%: 711.600€

Hier gilt: Je höher die Ausschüttungsquote, desto mehr Transaktionskosten fallen an.

Zudem fällt auf, dass bei den regelmäßigen Einzahlungen der Zinseszinseffekt und der Vorteil der geringeren Transaktionskosten nicht so extrem ins Gewicht fallen. So werden in diesem Beispiel insgesamt über die 40 Jahre hinweg 240.000€ eingezahlt. Würden anfangs 100.000€ angelegt werden, sähe der Vorteil der Thesaurierung wie folgt aus:

Beim Thesaurierenden ETF werden aus den 100.000€ nach 40 Jahren 704.000€.

Bei 1,5% Transaktionskosten beträgt der Vermögensendwert bei einer:

  • Ausschüttungsquote von 1%: 700.000€
  • Ausschüttungsquote von 2%: 696.100€
  • Ausschüttungsquote von 3%: 692.300€
  • Ausschüttungsquote von 4%: 688.400€
  • Ausschüttungsquote von 5%: 684.600€

Hier gilt: Je stärker der Zinseszinseffekt wirken kann, desto größer sind auch die positiven Auswirkungen eines thesaurierenden ETFs.

Hieran lässt sich schon leicht erkennen, dass der Vermögensendwert von vielen unterschiedlichen Größen beeinflusst wird und ein allgemeingültiges Urteil nicht gefällt werden kann. So macht die Wahl eines ausschüttenden ETFs bei einer Ausschüttungsquote von 1% nach 40 Jahren gerade mal einen Unterschied von 2.000€ aus. Häufig werden bei diesen Betrachtungen die Berechnungen simplifiziert und einfach allgemein die 1,5% Transaktionskosten von der Rendite abgezogen, was nicht korrekt ist.

Wenn die Transaktionskosten niedriger sind, fällt der Effekt natürlich noch deutlich niedriger aus. Ich habe absichtlich einen etwas höheren Wert genommen, um nicht zu optimistisch zu rechnen.

Zwangssparen

Ein weiterer Vorteil eines thesaurierenden ETFs ist der positive Zwangsspareffekt. So ist die Hemmschwelle Anteile zu verkaufen und das Geld auszugeben viel höher als bei den Ausschüttungen. Wenn Du jeden Monat einen bestimmten Betrag als Ausschüttung erhältst und selbst entscheiden kannst, ob Du das Geld wiederanlegst oder Dir einen Konsumwunsch erfüllst, wirst Du das Geld eher ausgeben.

Meiner Meinung nach ist der Punkt aber eher nachrangig, da Du schon enorm viel Disziplin aufbringst und Deine Finanzen unter Kontrolle hast. Sonst könntest Du ja auch nicht jeden Monat einen bestimmten Betrag investieren. Zusätzlich brauchst Du auch ein paar Jahre, um Dein Portfolio aufzubauen, sodass Du überhaupt nennenswert Ausschüttungen erhältst.

Flexibilität

Jetzt kommen wir zu den Vorteilen eines ausschüttenden ETFs. Für mich ist der wichtigste Punkt, dass ich mit einem ausschüttenden ETF deutlich flexibler bin. So kann ich immer über einen bestimmten Teil meines Depots verfügen, ohne Anteile verkaufen zu müssen.

Bei der Entnahme von Geld aus einem thesaurierenden ETF muss ich eventuell Anteile verkaufen, wenn gerade ein Abschwung stattgefunden hat. Dadurch muss ich Verluste realisieren. Zusätzlich kannst Du ein Portfolio durch den Verkauf von Anteilen schlechter „entsparen“. So müsste ich bei Einhaltung der einzelnen prozentualen Anteile an meinem Portfolio von jedem ETF einen bestimmten Anteil verkaufen. Das ist besonders bei größeren Portfolios mit vielen ETFs schwierig.

Rebalancing

Zudem habe ich Vorteile beim Rebalancing. Das bedeutet die Wiederherstellung der einzelnen prozentualen Anteile der jeweiligen ETFs am Gesamtdepot. So könnte ich zum Beispiel eine Portfolioaufteilung von 70% MSCI World und 30% MSCI Emerging Markets haben. Der MSCI World fällt um 5% und der MSCI Emerging Markets steigt um 5%. Die neue Gewichtung ist jetzt 67,9% und 32,1%.

Wenn wir die alte Zusammensetzung alleine durch Zukäufe realisieren wollen, brauchen wir besonders bei größeren Depots relativ viel Geld. Bei einem Anfangsdepotwert von 50.000€ wären 3.500€ notwendig, wenn das Rebalancing ausschließlich durch Zukäufe realisiert werden soll. Bei einem Depotwert von 100.000€ sind sogar schon 7.000€ notwendig.

Durch das regelmäßige Erhalten von Ausschüttungen brauche ich entweder gar nichts verkaufen oder deutlich weniger. Das gleicht den Vorteil eines thesaurierenden ETFs auch teilweise aus, weil hier auf jeden Fall Anteile verkauft werden müssen, wodurch Transaktionskosten anfallen.

Mit der Zeit ändert sich häufig auch die Strategie ein wenig, sodass die Ausschüttungen dazu verwendet werden können diese in andere ETFs oder Aktien zu investieren. Dadurch kann jedes Jahr ein bestimmter Anteil des Portfolios umgeschichtet werden, ohne hierfür Transaktionskosten bezahlen zu müssen.

Psychologie

Ein weiterer großer Vorteil von ausschüttenden ETFs ist, dass es einen selbst stark motiviert. Wenn ich zum Beispiel jeden Monat 100€ aus meinen Investitionen zurück auf mein Konto erhalte, werde ich immer wieder motiviert noch mehr zu investieren und die Rückflüsse dadurch zu steigern.

Rein mathematisch macht es keinen großen Unterschied, ob ein Teil der Kurssteigerungen und Gewinne ausgeschüttet oder thesauriert wird. Wenn dieser Anteil thesauriert wird, ist das Geld einfach Bestandteil des eigenen Depots. Bei der Ausschüttung vermindert sich der Depotwert, und das Geld wird auf das Konto transferiert.

Das Problem bei der Thesaurierung ist einfach nur, dass Du unter Umständen mehrere Jahre lang Buchverluste hast und trotz der vielen Einzahlungen nicht siehst, dass das Depot steigt. Das kann sehr frustrierend sein und viele verkaufen ihre Aktien auch in der Nähe des Tiefstands, weil sie die Buchverluste emotional nicht ertragen können.

Wenn der Fokus mehr auf den Ausschüttungen liegt, tritt der Buchwert eher in den Hintergrund. Natürlich bringt es nichts, wenn das Depot langfristig nicht wächst, weil dann die Ausschüttungen einfach nur Entnahmen aus dem eigenen Vermögen sind und so das eigene Vermögen kleiner wird. Es ist schon klar, dass das Depot langfristig wachsen muss und auch wird.

Dafür können so einzelne Jahre mit hohem Buchverlust leichter ausgesessen werden, weil der Buchwert keine große Rolle spielt. In den meisten Krisen brechen die Ausschüttungen auch nicht so stark ein, wie es die Kurse tun. Dies ist besonders der Fall, wenn Du einen Index (oder Einzelaktien) wählst, wo zuverlässig Dividenden gezahlt werden. So gibt es viele Unternehmen, die schon seit über 25 Jahren ihre Dividende nie gekürzt, sondern häufig sogar gesteigert haben. Diese Unternehmen haben so selbst in großen Krisen (2000/2009) ihre Ausschüttungen konstant gehalten, obwohl wir eine Weltwirtschaftskrise hatten.

Meine Anlagestrategie

Natürlich verändert und entwickelt sich die eigene Anlagestrategie auch mit der Zeit, sodass ich in ein paar Jahren vielleicht ganz anders an der Börse investiere. Im Moment sieht meine Anlagestrategie wie folgt aus:

Ich habe immer eine festen Betrag auf meinem Konto, um unvorhergesehene Ausgaben oder Einkommensverluste kompensieren zu können. Meiner Meinung nach sollte nur Geld investiert werden, was Du in den nächsten Jahrzehnten nicht brauchst. Das liegt daran, dass der Aktienmarkt sehr starken Schwankungen unterworfen ist und es durchaus auch mal 5-10 Jahre dauern kann, bis Du insgesamt im Plus bist. Außerdem ist mein Ziel nur Erträge meiner Investitionen zu entnehmen (sobald ich nicht mehr anspare) und das einmal investierte Geld nicht zu entnehmen.

Im Moment investiere ich ausschließlich in einen ausschüttenden ETF auf den Global Select Dividend 100 Index. Hierin sind 100 gute Dividendenzahler aus der ganzen Welt enthalten. Nächstes Jahr möchte ich auch noch anfangen Einzelaktien zu kaufen. Mein Fokus wird hierbei auch auf guten Dividendenzahlern liegen.

Langfristig möchte ich etwa 70% in ETFs auf Aktien und 30% in Einzelaktien investiert haben. Natürlich sind 100 Unternehmen noch etwas wenig, sodass ich später auch noch einen ETF auf den MSCI World und MSCI Emerging Markets besparen möchte. Dadurch ist mein Vermögen noch auf viel mehr Länder und Unternehmen diversifiziert.

Wenn Du Dich zu dem Thema passives Investieren mit ETFs näher auseinandersetzen möchtest, solltest Du das (meiner Meinung nach) beste ETF-Fachbuch* zu rate ziehen. Es ist zwar etwas teurer, doch es kann Dir auf lange Sicht hunderte oder tausende Euros sparen.

Wie sieht Dein Portfolio aus? Setzt Du mehr auf Ausschüttungen oder auf die Thesaurierung?

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11 Kommentare

  • Hi,
    Auch ich investiere in ausschüttende ETF. Dabei habe ich jedoch eine breitere Streuung als du gewählt. Der MSCI World, Emerging Markets, REIT’s und Emerging Markets Bonds bilden mein Portfolio momentan. Hier habe ich begonnen mit 75 € je Sparplan. Mittlerweile ist einer der Sparpläne auf 80€ schon angehoben, damit die Ausschüttungen sofort wieder reinvestiert werden und nicht „tatenlos“ am Konto herumliegen. Mein Plan ist, dass mit den steigenden Dividenden und Zinsen die Sparpläne immer weiter erhöht werden sollen und so meinen Vermögensaufbau zu gestalten.
    Liebe Grüße
    Florian

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Florian,
      mein Portfolio werde ich später auch noch breiter aufstellen. Das sollte mehr die Grundlage meines Portfolios bilden.
      Dein Portfolio hört sich nach einem guten Mix an. Ich werde wahrscheinlich auch eine Kombi aus MSCI World und MSCI Emerging Markets wählen und dann mein Portfolio etwas verfeinern. Mein Plan ist es auch alle Ausschüttungen wieder zu reinvestieren, denn es ist meiner Meinung nach widersinnig in der Ansparphase die Aussschüttungen zu entnehmen und gleichzeitig einen Teil des Einkommens zu reinvestieren.

      Schöne Grüße
      Dominik

  • Hallo, ich habe einen ausschüttenden Lyxor ETF auf den S&P 500 den Global Select Divi. 100 (4 Ausschüttungen im Jahr ❤) dann noch den Comstage Vermögensstrategie (thesaurierend) MSCI World ACWI auch thesaurierend und als VL Anlage einen ebenfalls thesaurierenden MDAX etf. Daneben habe ich auch mit mypension angefangen. Ziel ist alle Ausschüttungen wieder anzulegen und kurz vor der Rente die Thesaurierenden Fonds in die Ausschütter umzuschichten oder auf das mypension Konto umzuleiten. Bis dahin fließt aber noch viel Wasser den Neckar hinunter. Was dann im Jahr 2035 steuerlich und so weiter am besten ist, wird man sehen.

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Andy,

      da hast Du ja wirklich eine sehr bunte Mischung an ETFs angesammelt.
      Den Global Select Dividend 100 habe ich ebenfalls. Die Ausschüttungen sind auf jeden Fall nicht zu verachten.
      Bis zum Jahr 2035 hast Du in der Tat noch einiges an Zeit. Dann kann man auf jeden Fall gut auf seine Investitionskarriere zurückschauen. 😉

      Schöne Grüße
      Dominik

  • Wie ist das eigentlich mit den Ausschüttungen beim Global select 100, hab den erst vor kurzem als Sparplan angelegt. Schüttet der erst ab einen gewissen Betrag (75€) aus oder werden auch schon kleinere (5€) Beträge ausgeschüttet?

    Danke und Gruß

    Andy

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Andy,

      selbst wenn Du nur einen einzigen ETF-Anteil hast, wirst Du die Ausschüttungen erhalten.
      Da gibt es keinerlei Grenzen nach oben oder unten.

      Schöne Grüße
      Dominik

  • Hallo Dominik,

    sehr interessante Website – vor allem als ich gelesen hatte, dass du in meinem Alter bist und wir die gleiche Literatur gelesen haben. Respekt für Deine Consistency und den Content, den du gut gefiltert nach außen gibst! Man merkt, wenn man ebenfalls die Bücher kennt, dass Du sie verstanden hast.

    Um auch Deinen obigen Artikel explizit auch zu kommentieren: Bei der Wahl der ETFs habe ich auf die ausschüttungsgleichen Erträge geachtet. Der Vorteils des „Zwangssparens“ (sehr treffend formuliert) und die Steuergleichheit ab 2018 waren meine weiteren Beweggründe. Da hat jeder andere Präferenzen, wichtig ist, wenn man sich entschieden hat, buy and HOLD – dabei zu bleiben.

    Mach weiter so, bei Rückfragen oder Anliegen, gerne auch eine Mail an meine Adresse.

    Grüße
    Dennis

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Dennis,

      vielen Dank für Dein Lob.
      Das freut und motiviert mich immer sehr weiter dran zu bleiben und guten Inhalt zu bieten.
      Ich hoffe nach den vielen Büchern wenigstens ein wenig was verstanden zu haben. 😉

      In der Tat ist das wichtigste beim Investieren dabeizubleiben udn regelmäßig weiter zu investieren.
      Die Ausschüttungen können einen hierbei motivieren am Ball zu bleiben.

      Schöne Grüße
      Dominik

  • Also macht es doch mehr Sinn wenn ich die ETFS als meine private Rente sehe und sehr stabile Werte wie DAX, MDAX und SP500 nehme in einem thesaurierenden ETF anzulegen? Was mir bei diesen Aufgefallen ist das die Gebühren deutlich höher sind als bei Ausschüttend und das es auch nich wirklich viele thesaurierende mit für die oben genannten Werte gibt.

    Aktuell mach ich es so ich bin bei Onvista, das ich Ausschüttende habe und das Geld auch dem Depot lasse und dies so im nächsten Monat automatisch für die Zahlung des Sparplans genutzt wird. Hat dies nicht den gleichen Effekt wie bei Thesaurierenden.? Ja ich weis es liegt einen Monat so rum ohne Zinsen oder wenn man dies bei Seite lässt ?

    Was würdet Ihr empfehlen und auch gern welche ETFs?

    Dank und Gruß

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Meiner Meinung nach sind die Gebührenunterschiede zwischen thesaurierenden und ausschüttenden ETFs eher zu vernachlässigen. Daher sollte bei der Auswahl der unterschiedlichen ETFs mehr darauf geachtet werden, was mir selbst wichtig ist.
      Bei mir ist es einfach so, dass ich ausschüttende ETFs aus den im Artikel genannten Gründen besser finden.

      Deine Vorgehensweise ist wirklich vernünftig, wenn du den Zinseszins-Effekt voll ausnutzen willst. Der einzige Unterschied zu einem thesaurierenden ETf ist, dass Du selbst aktiv werden musst und die Transaktionskosten etwas höher sind. Zu Beginn geht es ja noch nicht um so große Summen, sodass das eher zu vernachlässigen ist.

      Ich gebe im Internet nur ungerne Tipps für spezifiscche ETFs, weil sich in dem Bereich auch viel ändert (aus einem thesaurierenden ETF wird ein ausschüttender ETF) und die Vorzüge der einzelnen Person auch nicht bekannt sind. (z.B. replizierende oder synthetische ETFs)

      Ich hoffe ich konnte wenigtens ein bisschen weiterhelfen.

      Schöne Grüße
      Dominik

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