Finanzanalyse Diagramm

Motivation durch regelmäßige Finanzanalysen

In diesem Artikel möchte ich darauf eingehen, wie die Motivation aufrechterhalten werden kann. Voraussetzung für diese Methode ist, dass Du Dich mit Deinen Finanzen beschäftigst, ein Ziel vor Augen hast und auch schon Schritte in diese Richtung unternimmst.

So kannst Du durch regelmäßige Überprüfungen Deiner Finanzen feststellen, inwieweit Du Dich noch auf dem Weg befindest und wieviel Du bereits geschafft hast.

Auf was bei der Durchführung der Finanzanalyse zu achten ist, möchte ich jetzt näher eingehen.

Nettovermögen als Erfolgsindikator

Zuerst stellt sich die Frage, was genau in der Finanzanalyse betrachtet werden sollte. Ich denke, das wichtigste ist hierbei die gesamte finanzielle Situation bei der Analyse zu betrachten, um sich einen guten Überblick zu verschaffen.

Als Messgröße käme hier das Nettovermögen in Betracht. Das Nettovermögen ist die Summe des gesamten Vermögens abzüglich der Schulden. Anhand des Nettovermögens kannst Du feststellen, wie reich Du bist und durch die Betrachtung dieser Größe fokussierst Du Dich auf den Weg und Dein Ziel.

Natürlich kann dies auch eine andere Messgröße sein, wenn sie genauso geeignet ist. Ich investiere nur in einen einzigen ETF und hier steckt der Großteil meines Vermögens drin. Ich habe außerdem auch keine Schulden. So messe ich immer, wie viele Anteile ich von diesem ETF besitze.

Der Vorteil hieran ist, dass es sehr leicht gemessen werden kann und ich jedes Quartal meinem Ziel ein Stück näher bin. Ich wollte nicht den Depotwert als Messgröße nehmen, da dieser zu stark schwankt und der Fortschritt nicht so gut sichtbar wird. Zudem habe ich eine langfristige Buy-and-Hold-Strategie. Das bedeutet, dass ich die erworbenen Anteile niemals wieder verkaufen möchte.

Wie oft sollte gemessen werden?

Das wichtigste bei den regelmäßigen Finanzanalysen ist die richtige Balance zwischen zu oft und zu selten zu finden. Wenn Du zu häufig (zum Beispiel wöchentlich) Deine Finanzen untersuchst, dann bedeutet das viel Arbeit und Du wirst kaum einen Fortschritt sehen. So erreichst Du eventuell genau das Gegenteil und verlierst sogar die Motivation. Bei zu seltenen Analysen könntest Du vielleicht Dein Ziel aus den Augen verlieren und die Analyse wird auch nicht zu einer Routine, sodass sie eventuell gar nicht mehr gemacht wird.

Diese Frage muss letztendlich jeder für sich selbst beantworten, wie er es genau handhaben möchte. Ich habe für mich selbst beschlossen immer quartalsweise die Finanzanalyse zu machen. So sind Fortschritte bereits sichtbar und ich fokussiere mich immer wieder auf mein Ziel.

Aufzeichnungen als Erfolgstagebuch

Jetzt kommt der wichtigste Punkt von allen, denn die Messungen haben im besten Fall alleine nur einen kurzfristigen positiven Effekt. So sollten alle Punkte aufgezeichnet und irgendwo aufgehängt werden, wo Du sie jeden Tag siehst. Durch die Aufzeichnungen kannst Du genau sehen, wo Du früher warst, was Du bisher alles erreicht hast und wo Dein Ziel ist. Zudem wirst Du täglich an Dein Ziel erinnert und Du kannst Deine Fortschritte gut erkennen.

Ich habe ein sehr großes Blatt mit einem Diagramm an meine Zimmertür gehängt. In diesem trage ich dann die Anteile, die ich besitze, quartalsweise ein. Dadurch werde ich an mein Ziel erinnert und motiviert mich anzustrengen.

Hast Du irgendwelche regelmäßigen Aufzeichnungen und wie sehen die aus?

Wenn nicht, dann würde mich interessieren, warum dies so ist.

4 Kommentare

  • Sein Leben auf ein Ziel auszurichten, ist eine Orientierung. Wenn das Ziel aber so weit entfernt ist, dominieren bald die nahe liegenden Lebensumstände und Ereignisse das Denken und Handeln. So sind wir nun einmal und das hast du richtig erkannt. Jede Erinnerung an das große Ziel ist da willkommen. Deine Idee mit dem Chart der Vermögensentwicklung an der Tür finde ich sehr gut. Es fühlt sich dann ein bisschen wie in einem Büro an. Dort arbeitet man ja auch und das Bild erinnert nicht nur, sondern motiviert auch.
    Tolle Idee!

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Vielen dank.
      Ja ich wollte auf jeden Fall etwas motivierendes, auch wenn ich nicht glaube, dass ich es unbedingt brauche.
      Ob es mir in Zukunft nutzt weiß ich nicht, doch schaden kann es auf jeden Fall nicht.
      Zudem mag ich gerne Statistiken, Tabellen und Diagramme.

      Schöne Grüße

      Dominik

  • Hallo Dominik,

    finde die Tatsache sich seine Position ab und zu mal bewusst zu machen. Ist unheimlich wichtig für eine nachhaltiges Wachstum.

    Außerdem freut es mich unheimlich. Das du das Nettovermögen erwähnst. Leider finde ich diese Kennzahl in der Blogosphäre zumindest gefühlt zu wenig. Alle reden über die Spar-Quote. Aber im Endeffekt, zählt nur das reine Nettovermögen.

    Finde es toll, dass du es auch so siehst.

    Liebe Grüße

    Christian

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Christian,

      da muss ich Dir zustimmen.
      Häufig wird ewig darüber diskutiert, wie viel aktuell gespart wird, doch richtig aussagekräftig ist nur das Nettovermögen.
      Die Sparquote kann sich viel zu schnell massiv ändern, während das Nettovermögen relativ konstant bleibt.
      So hört sich eine Sparquote von 50% gut an und Du würdest wahrscheinlich daraus schließen, dass die Person finanziell gut dasteht.
      Gleichzeitig kann sie aber 50.000€ Schulden haben und gar kein Vermögen besitzen.

      Die Sparquote kann höchstens zeigen mit welcher Geschwindigkeit sich das eigene Vermögen verändert.

      Schöne Grüße

      Dominik

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