Leben in der Mülltonne oder Finanzielle Freiheit?

Heute möchte ich aus einer etwas philosophischeren Sichtweise verschiedene Lebensmodelle gegenüberstellen und miteinander vergleichen. Menschen, die auf eine bestimmte Weise ihr Leben führen (wie zum Beispiel hohe Sparquoten zu erzielen, um die Finanzielle Freiheit zu erreichen), handeln meist nach ähnlichen Werten. Manchmal stellt sich allerdings die Frage, ob wir unsere Werte selbst gewählt haben oder ob sie auf gesellschaftlichen Konventionen und vermeintlichen Zwängen beruhen. Meistens werden bestimmte Annahmen und gesellschaftliche Werte (z.B. arbeiten bis zum 67. Lebensjahr) nicht hinterfragt und das ganze Leben wird danach ausgerichtet, weil es scheinbar keine Alternative dazu gibt.

Ein kleiner Hinweis von mir vor Beginn des Artikels. Ich nehme natürlich jetzt schon extremere Beispiele, damit der Kontrast zu den gesellschaftlichen Normen deutlicher ist und es mehr zum Nachdenken anregt. Ich weiß, dass die meisten „solche krassen“ Lebensmodelle nicht verfolgen wollen. Allerdings hilft es manchmal sich entgegengesetzte Lebensmodelle anzuschauen und wieder zu erkennen, dass ich selbst die Freiheit habe zu entscheiden, wie ich mein Leben gestalten möchte.

Leben in der Mülltonne

Diogenes von Sinope (ein griechischer Philosoph aus der Antike) war Überlieferungen zufolge bekannt dafür, dass er sämtliche gesellschaftlichen Konventionen in Frage stellte, indem er freiwillig das Leben der Armen führte, in einer Tonne lebte, auf viele materiellen Dinge verzichtete und abgesehen von der Kleidung an seinem Körper sonst fast nichts besaß. Er stellte in Frage, warum man einen großen Teil seines Lebens arbeiten sollte, um „Luxusbedürfnisse“ zu befriedigen (wie eine „normale“ Behausung). Schließlich habe der Mensch nur ganz wenige Elementarbedürfnisse wie Essen, Trinken, Kleidung und Unterkunft und richtig glücklich wirst Du nur durch das Entsagen überflüssiger Bedürfnisse und das Vermeiden von gesellschaftlichen Zwängen.

Ich finde es wichtig zu hinterfragen, was mir wirklich wichtig ist und was mich wirklich glücklich macht. So habe ich zum Beispiel bereits vor längerer Zeit ausführlicher darüber geschrieben, wie ich zum Minimalismus gekommen bin und wie ich dadurch viel Geld sparen kann.

Diogenes geht dabei sogar soweit, dass er eigentlich nur noch die Sachen hat, die absolut zum Überleben benötigt werden. Wenn wir jetzt diesem Beispiel folgen würden, bräuchten wir natürlich auch nur extrem wenig Geld (ich schätze so um die 250€ im Monat) und wären innerhalb von kürzester Zeit finanziell frei.

LÜGE

Ich kann beim Schreiben dieser Zeilen schon den vehementen Widerspruch der Menschen spüren. Aber das geht doch überhaupt nicht! Ich brauche mein Auto, meine Wohnung, meinen Fernseher, die Mikrowelle, die Küche, den Kühlschrank, den Gefrierschrank, meinen Kleiderschrank mit den Klamotten, mein Bad, mein Bett und meine ganzen anderen Habseligkeiten. Man kann doch nicht einfach auf die ganzen Sachen verzichten und ohne diese leben!

Die Art und Weise wie wir unser Leben führen hat viel mit den eigenen Werten zu tun. Dabei übernehmen wir von unseren Eltern, dem sozialen Umfeld und der Gesellschaft viele der Werte durch die eigene Sozialisation. Irgendwann sind diese Werte so tief in uns verankert, dass sie quasi Teil unserer Identität werden. Aus diesem Grund sind Konflikte zwischen Vegetariern und Fleischessern so groß, weil die Werte mit der Zeit Teil der Identität werden. Die Kritik am Fleischkonsum oder am Vegetarismus ist meist gleichbedeutend mit einem Angriff auf die Person selbst.

Des weiteren werden wir mit der Zeit blind für andere Lebensformen und stellen die eigene Art zu leben nicht mehr in Frage. Für uns wird die eigene Art zu leben zur Normalität und alles andere wird unnormal und unvorstellbar. Dabei sind manche Werte tiefer in uns verankert, sodass wir sie niemals in Frage stellen, während andere Sachen noch eher in Frage gestellt werden. Je tiefer bestimmte Werte in uns verankert sind, desto schwieriger fällt es uns auch diese zu hinterfragen und desto heftiger werden wir diese verteidigen.

Mikrowelle vs. Religion

Hierzu mal ein kleines Beispiel: Wir hatten zuhause nie eine Mikrowelle und für mich war es immer normal, dass man Essen in einer normalen Pfanne oder einem Topf warm macht oder Gerichte anderweitig zubereitet. Als ich dann bei einem Kollegen aus der Schule übernachtet habe, wollten wir uns am Abend eine Tiefkühlpizza machen. Er meinte zu mir, dass ich die Pizza ja schon mal in die Mikrowelle machen könnte und war total perplex, weil ich nicht wusste, wie eine Mikrowelle bedient wird. Für ihn war es einfach nur undenkbar, dass irgendeine Familie ohne Mikrowelle auskommen kann, während ich mir nicht vorstellen konnte, warum Du eine Mikrowelle brauchst.

Bei einer solch kleinen Sache ist mir natürlich auch vollkommen egal, ob der andere eine Mikrowelle hat oder nicht. Das liegt daran, dass es kein tiefliegender Wert ist. Wenn es zum Beispiel um die Themen Religion, Politik oder Ideologien geht, kochen die Gemüter schnell über, weil es dabei um die grundlegenden Werte der Menschen geht.

Aktuelle Diogenes‘ Geschichten

Ich fand die Geschichte von Diogenes war ein guter Aufhänger, um den Artikel einzuleiten und die grundsätzliche Idee zu vermitteln, doch es gibt auch in der heutigen Zeit etliche außergewöhnliche und interessante Lebensmodelle, die gesellschaftliche Konventionen in Frage stellen.

Eine dieser Geschichten ist zum Beispiel von Raphael Fellmer. Er sieht viele Ungerechtigkeiten beim Umgang mit Geld und hat sich daher für ein Leben ohne Geld entschieden. Ja, Du hast richtig gelesen. Ein Leben ganz ohne Geld zu nutzen. Lieber tauscht er Leistungen oder hilft anderen Menschen im Gegenzug für eine Unterkunft. Supermärkte müssen wegen gesetzlichen Vorschriften viele Lebensmittel wegschmeißen, auch wenn sie noch genießbar wären. Er wühlt dann zum Beispiel in den Containern der Supermärkte und „rettet“ dadurch Lebensmittel vor dem Wegschmeißen. Im Gegensatz zu vielen anderen, die einen außergewöhnlichen Lebensstil haben, hat er auch eine Frau und ein junges Kind.

Für die meisten (mich eingeschlossen) wäre ein solches Leben undenkbar, doch ich finde Beispiele wie diese zeigen ganz deutlich, dass wir auch ganz andere Wege gehen können und ein Leben ganz ohne Geld (und damit auch mit sehr wenig Geld) möglich ist.

Hier gibt es eine Dokumentation zu seinem Leben.

Geoarbitrage

Ziemlich beeindruckt haben mich auch einige der ungewöhnlicheren Geschichten aus dem Buch Finanzielle Freiheit: Wie Menschen leben, die nicht mehr arbeiten müssen. Einer arbeitet z.B. immer nur für 3-6 Monate in Europa und zieht dann wieder in verschiedene für Europäer „günstigere“ Länder und lebt dort für 1-2 Jahre. Ein anderes älteres Ehepaar ist auch mit ihrer niedrigen Rente in ein anderes Land gezogen, um besser von ihrem Geld leben zu können. In Deutschland sind sie fast nicht über die Runden gekommen.

Vielleicht wäre das auch einfach eine Alternative zur „regulären“ Finanziellen Freiheit. Eine bestimmte Menge an Geld in einem westlichen Land zu verdienen und dieses dann in anderen Ländern auf der Welt wieder auszugeben oder dort dann schon finanziell frei zu sein (dieses Modell nennt man auch Geoarbitrage). Ich denke durch diesen Schritt könnte die Finanzielle Freiheit durchaus um einige Jahre beschleunigt werden.

Extremer Minimalismus

Die Deutschen besitzen im Schnitt 10.000 Gegenstände, wovon sie die meisten allerdings nur selten oder überhaupt nicht benutzen. Von der Wirtschaft, Werbung und Gesellschaft wird uns dabei immer wieder vermittelt, dass wir Dinge und bestimmte Sachen brauchen um glücklich zu sein. Eine gegensätzliche Entwicklung hierzu ist der Minimalismus. Hierbei liegt der Fokus auf den Dingen, die einem wichtig sind und sortiert alles andere aus.

Dabei gibt es auch viele Menschen, die ihren gesamten Besitz auf 100 Gegenstände oder sogar noch weniger reduziert haben. Bei vielen passen ihre gesamten Habseligkeiten in nur einen einzigen mittelgroßen Reisekoffer.

(Hinweis: Die 100 Gegenstände gehen dabei auf einen Amerikaner zurück, der die Minimalismus-Szene auf die magische Grenze aufmerksam gemacht hat.)

Bei den meisten Menschen werden wahrscheinlich schon alleine die eigenen Hosen einen Koffer füllen oder ich kenne auch einige Menschen, die über 30 Paar Schuhe besitzen.

Minimalismus kann (wie vorhin schon erwähnt) einem dabei helfen weniger Geld zu benötigen und dadurch die Finanzielle Freiheit früher zu erreichen. Neben dem rein finanziellen Aspekt gibt es auch noch viele andere Gründe für die Reduzierung des eigenen Besitzes. Darauf möchte ich an dieser Stelle allerdings nicht noch näher eingehen.

Digitale Nomaden

Ein weiterer interessanter Trend ist das Digitale Nomadentum. Viele Menschen möchten die Welt bereisen und andere Kulturen kennenlernen. Bei einem klassischen Arbeitsverhältnis besteht allerdings das Problem, dass man die meiste Zeit an einen bestimmten Ort gebunden ist und im Jahr sich nur begrenzte Zeit Urlaub nehmen kann. Daraus entwickelte sich eine Szene von Menschen, die keinen festen Wohnsitz haben, durch die Welt reisen und immer von unterwegs aus ihre Arbeit erledigen.

Zumeist sind sie selbstständig und Betreiben eigene Blogs, führen Dienstleistungen aus, für die sie nicht an einen bestimmten Ort gebunden sind (wie z.B. das Erstellen von Webseiten, Programmieren) oder arbeiten immer vor Ort (auf der ganzen Welt) an bestimmten Sachen.

Das Internet bietet für die Menschen viel mehr Möglichkeiten vom Home Office bis zum Digitalen Nomaden und dadurch ist es nicht mehr nötig 40 Stunden jede Woche in einem bestimmten festgegebenen Zeitrahmen bestimmte Tätigkeiten in einem Büro zu erledigen. Dieses Denken ist allerdings bisher noch nicht so weit verbreitet und die meisten wollen immer noch lieber einen „sicheren“ und normalen Bürojob bei einem Großkonzern.

Haus auf Rädern

Zuletzt möchte ich noch zu einem der liebsten Dinge des Deutschen kommen: Die eigenen vier Wände.

Anstatt Hunderttausende für ein teures Haus in einer Großstadt auszugeben und sich auf Jahrzehnte an einen Kredit zu binden, könnte vielleicht das (kleine) fahrbare Haus eine Alternative sein. Zum Teil entwickelt sich aufgrund von explodierenden Mieten und Wohnungspreisen in Großstädten auf der ganzen Welt ein Gegentrend zu ganz kleinen Häusern, die kaum größer als ein normaler Wohnwagen sind. Das hat natürlich den Vorteil, dass ich mir die Miete sparen kann und mir bereits für wenige Zehntausende Euros mein eigenes Haus leisten kann. Zudem brauche ich natürlich auch viel weniger Energie und Wasser im Unterhalt und kann auch keine Unsummen für Einrichtung ausgeben. Auf diese Weise könnten zum Beispiel die eigenen Kosten auch massiv gesenkt werden, sodass die Finanzielle Freiheit deutlich früher erreicht werden kann.

Dazu gibt es zum Beispiel auch einen kurzen Bericht auf Galileo.

Fazit

Meiner Meinung nach hat es Tony Robbins in seinem Buch Money: Die 7 einfachen Schritte zur finanziellen Freiheit sehr gut auf den Punkt gebracht. Wenn ich bereit bin mein Leben zu verändern und zum Beispiel in einen anderen Bundesstaat oder auch in ein anderes Land zu ziehen, kann ich die Finanzielle Freiheit massiv beschleunigen. Leider meinen die meisten Menschen, dass es ihnen nicht möglich ist die Finanzielle Freiheit zu erreichen oder dass es ihnen viel zu lange dauert.

Dabei haben wir es immer in der eigenen Hand, wie wir unser Leben führen. Manchmal müssen wir vielleicht einfach auch mal wieder daran erinnert werden, dass die Art unser Leben zu führen nicht die einzige ist und wir immer die Möglichkeit haben es zu verändern. Meistens ist es nur so, dass unser Leben ganz bequem ist, oder dass wir gesellschaftliche Normen nicht hinterfragen wollen. Es ist einfach immer leichter einen vorgegebenen Weg zu gehen und der Masse zu folgen, anstatt sich eigene Gedanken zu machen und eventuell einen anderen (abenteuerlichen) Weg einzuschlagen.

Mir ist es bewusst, dass einige dieser Punkte auch absichtlich etwas provokant formuliert sind. Ich denke, dadurch ist es einfach leichter andere Menschen zu erreichen und sie zum Nachdenken anzuregen. Daher meine Frage:

Hast Du von diesen Lebensmodellen schon mal gehört und was hältst Du davon? Gibt es vielleicht etwas, was Du aus diesen Beispielen für Dein Leben mitnimmst?

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17 Kommentare

  • Hallo Dominik,

    wieder einmal ein interessanter Beitrag der zum Nachdenken anregt. Insbesondere der Aspekt mit der Geoarbitrage, also in einem Hochlohnland zu arbeiten, um die Finanzielle Freiheit, zumindest in einem Land mit deutlich günstigen Lebenshaltungskosten, bereits schon nach einigen Jahren erreichen zu können finde ich sehr interessant. Wenn man das jetzt noch etwas weiterdenkt, könnte man sich ja vornehmen einen gewissen Betrag (sagen wir mal 300.000 €) anzusparen. Diese Summe sollte bei entsprechender Verzinsung ausreichen um in besagten Ländern gut leben zu können. Gleichzeitig könnte man sich dann noch vornehmen höchstens die Hälfte des passiv generierten Einkommens auszugeben um die andere Hälfte zu reinvestieren. So könnte man sich über die Zeit hinweg zu Ländern mit immer höheren Lebenshaltungskosten „Hocharbeiten“ und die ganze Zeit über die Finanzielle Freiheit genießen.

    Der schnellste Weg zu finanziellen Freiheit dürfte aber dennoch der sein, eine Job zu finden, den man auch gerne macht. (Auch das soll’s ja angeblich geben 😉 ).

    Viele Grüße
    Richard

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Richard,

      das freut mich, wenn ich zum Nachdenken anregen konnte.
      Ich denke mit hunderttausend Euro kannst Du in einigen Ländern schon sehr gut von den Dividenden oder Zinseinkünften leben kannst.
      Mir gefällt auch die Vorstellung einfach zum Teil bereits finanziell frei zu sein und dann nur noch einen Teil zu arbeiten. Zum Beispiel nur noch 2-3 Tage in der Woche.
      Auf diese Weise könnte man die Finanzielle Freiheit zumindest schon mal teilweise genießen und dann weiter auf die volle Finanzielle Freiheit hinarbeiten.

      Ich glaube auch noch an den Mythos, dass ein Job auch Spaß machen kann. 😉

      Schöne Grüße
      Dominik

  • Hi Dominik,

    da hast Du mal wieder einen super Artikel rausgehauen!

    Erst gestern Abend haben wir vor dem Einschlafen wieder darüber geredet, wie es denn wäre einfach loszufahren, alles hinter uns zu lassen und als digitale Nomaden durch die Welt zu tingeln. Und dann kam mein Sicherheitsdenken wieder raus und ich habe Mike gesagt, dass wir das machen können, wenn das passive Einkommen irgendwann sprudelt 😉

    Aber warum eigentlich? Aufgrund der Geoarbitrage würden wir mit unseren bisherigen Dividendeneinnahmen und relativ leicht umsetzbaren anderen Kleinigkeiten zumindest einen gewissen Sockelbetrag haben – die Ernährung wäre in den meisten Ländern wohl gesichert. Allerdings bin ich (vielleicht liegt es auch am Frau sein) nicht in der Lage nur im Jetzt zu leben. Klar jetzt würde es laufen, sicherlich würden wir es auch einige Jahre super hinkriegen. Selbst mit Kindern findet sich sicherlich immer überall ein Job, um kurzfristig etwas zu verdienen.

    Allerdings – was machen all die digitalen Nomaden im Alter? Wie lange kann man vom digitalen Nomadentum leben? Und braucht man dann keine Rente? Arbeiten bis zum Umfallen oder darauf hoffen, dass es wirklich auch ohne arbeiten geht. Für meine Vorstellungskraft ist das echt zu viel – denn woher sollen Investitionen und damit spätere passive Einnahmen ohne einen entsprechend sicheren Job in jungen Jahren kommen?

    Bin gespannt, welche Gedanken Du dazu hast!

    LG
    Marielle

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Marielle,

      das freut mich wirklich sehr, dass euch der Artikel gut gefallen hat.
      Ich denke das größte Problem ist hierbei in der Tat der eigene Kopf und das jahrelang von der Gesellschaft eingetrichterte Sicherheitsdenken, dass nur eine Festanstellung in einem Großkonzern wirklich sicher ist. Die Finanzkrise hat ja gezeigt, wie sicher selbst nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit der eigene Job ist. Es bringt letztendlich nichts, wenn der Konzern pleite geht oder extrem große Schwierigkeiten hat.

      Wie sieht es im Alter aus als digitaler Nomade?
      Ich denke die Antwort darauf ist ganz einfach. Das hängt vollkommen von euch ab. Es hängt davon ab, wie viel Geld ihr in eure Altersvorsorge investieren könnt und letztendlich auch macht. Die meisten Menschen müssten bis zum Tod arbeiten, wenn es nicht verpflichtend wäre in die Rentenkasse einzuzahlen. Bei den allermeisten Menschen gibt es kaum eine weitere Vorsorge für das Alter, aber sie haben wenigstens schonmal eine Rente.

      Das große Problem sehe ich nur, wenn Menschen unfreiwillig digitaler Nomade werden, damit sie ihren Lebensunterhalt decken können. Der Trend des digitalen Nomadentums hat auch Nachteile für Menschen, die sich die ganzen Sozialabgaben sparen und dann selbst nicht für ihre Zukunft vorsorgen können oder wollen.

      „Woher sollen Investitionen und damit spätere passive Einnahmen ohne einen entsprechend sicheren Job in jungen Jahren kommen?“

      Aus den Einnahmen einer erfolgreichen Selbstständigkeit zum Beispiel. Nur weil ein „sogenannter sicherer Job“ konstante Einnahmen bringt und diese in der Selbstständigkeit erheblich schwanken können, heißt das ja noch lange nicht, dass dadurch nicht vorgesorgt werden kann.
      Mein Vater ist selbstständig und kennt viele Kollegen, die sich kaum oder gar nicht um die eigene Altersvorsorge gekümmert haben. Es ist natürlich viel angenehmer nicht an die Zukunft zu denken und jetzt immer alles auszugeben. Jetzt sind ein paar seiner Kollegen Ende 60 oder Anfang 70 und müssen immer noch arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

      Meine kurze Antwort auf Deine Frage ist: Meiner Meinung nach sind Probleme mit der eigenen Altersvorsorge zumeist selbst gemacht und können durch regelmäßige Investitionen in den Aktienmarkt leicht verhindert werden. Es ist also zum Großteil auch eine Frage der eigenen Einstellung und ob hierauf der eigene Fokus liegt.
      Natürlich sollte man sich vorher auch Gedanken darüber machen, wie man als digitaler Nomade seinen Lebensunterhalt bestreiten und gleichzeitig noch fürs Alter vorzusorgen kann.
      Dabei dann allerdings abzuwarten, bis all meine Ausgaben durch passives Einkommen gedeckt wären, halte ich dann wieder rum für zu Sicherheitsbewusst.

      Schöne Grüße
      Dominik

    • Hi Marielle,

      erstmal herzlichen Glückwunsch zum Start ins Eheleben!

      Digitaler Nomade kannst du ja sein, wenn du bereits einen ortsunabhängigen Job oder ein funktionierendes Online-Business hast. Von daher sehe ich da erstmal bzgl Altersvorsorge keine besondere Hürde im Vergleich zum „normalen“ ortsgebundenen Selbstständigen. Wer diese Voraussetzungen erfüllt und diese Lebensart gut vorbereitet, kann so durchaus glücklich werden.

      Einfach losfahren und alles hinter sich lassen ist wahrscheinlich nur nicht der richtige Weg. Deshalb ist es schon richtig, dass ihr das nicht überstürzt und die sprudelnden Einnahmen abwartet 😉 Aber träumen ist ja trotzdem erlaubt….

      Schöne Grüße
      Marco

  • Hallo Dominik,

    du findest immer wieder neue interessante Themen.

    Für uns ist das Reisen, bzw. eine Kombination aus digitalem Nomadentum und zeitweiser Geoarbitrage, der große Ansporn für die Erreichung der finanziellen Freiheit. Es ist unser große Traum mit einem Camper unterwegs zu sein und immer dort hinfahren zu können wo wir wollen, ohne zeitliche Begrenzung.

    Um uns zu finanzieren wollen wir zu einem großen Teil auf unser Eigenheim(Immobilie) setzen, in dem wir bis ins hohe Alter einen sicheren Wohnsitz haben, aber auch wenn wir auf Reisen sind Mieteinnahmen durch die Vermietung bekommen. Ein Vorteil ist, dass man für die Mieteinahmen keine Lohnsteuer zahlen muss wenn man unter dem Grundfreibetrag von fast 9000Euro bzw. mit Partner 18000Euro incl. passivem Einkommen bleibt.
    Die Abzahlung des Eigenheims ist somit ein großer Stein der finanziellen Freiheit und der Altersvorsorge.
    Wenn man auf dem Weg bis zur finanziellen Freiheit in die Rentenversicherung einzahlen musste, wird man später auch eine kleine Rente bekommen die einen im Alter unterstützt.

    Vernachlässigen sollte man nicht die Krankenversicherung. Diese kostet immerhin fast 400Euro im Mindestbeitrag als freiwillig Versicherter. Wenn der Partner auch noch etwas verdient fällt der Betrag gleich zweimal an. Das kann einen dann schnell umhauen.
    Und ohne Versicherung ist auch keine Alternative, besonders wenn Kinder mitversichert sind.

    Beste Grüße
    Bastian

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Bastian,

      vielen Dank. Ich versuche immer wieder tolle und interessante Themen zu behandeln. 😉

      Ich denke die allermeisten Menschen würden sich wünschen die ganze Welt bereisen zu können und nicht mehr auf eine Arbeit angewiesen zu sein. Wahrscheinlich wird das auch einer der Hauptmotivationen sein.
      Der Grundfreibetrag von knapp 9000 bzw. bei Ehepaaren 18000€ gilt letztendlich ja für alle Arten von Einkommen. Also nicht nur für die Mieteinnahmen.
      Das Ziel ist einfach einen möglichst großen Strom an passivem Einkommen aufzubauen, sodass die Rente letztendlich dann nur noch ein kleines zu Brot ist.

      In der Tat kommen mit Aufgeben der regulären Arbeit noch zusätzliche Ausgaben für die Krankenkasse dazu. Allerdings fallen auch andere Kosten (wie zum Beispiel zum Teil Steuern) weg. Der Schritt zur endgültigen Kündigung sollte daher gut überlegt sein.

      Schöne Grüße
      Dominik

  • Julia (Finanzblogleserin)

    Hallo Dominik,
    interessante Möglichkeiten die du da in deinem Artikel anreisst. Tiny houses („Leben auf Rädern“) finde ich spannend, wenn ich es mir auch nicht für mich selbst vorstellen kann. Wenn man nach dem Begriff im Internet sucht findet man dazu auch eine Menge schöner kleiner Häuschen. Ich hatte dazu auch mal eine Reportage gesehen von einer jungen Familie (mit Kleinkind), die in so einem winzigen Haus auf Rädern lebt. In der selben Reportage wurde eine Familie mit 2 Kindern vorgestellt, die in einem Zelt lebten (genauer gesagt in einer Jurte).

    Ich selbst lebe in einer WG/Gemeinschaft mit sechs anderen Menschen, wir kaufen gemeinsam ein (Lebensmittel etc.) und teilen uns teilweise die Autos. Die Miete ist winzig, verglichen mit dem Luxus den wir dafür haben: jeder hat sein eigenes Zimmer und dazu haben wir ein riesiges Wohnzimmer mit Kamin, ein extra Arbeitszimmer, Gästezimmer, Garten und so weiter, und das am Stadtrand.
    Ich bin auch überrascht wie gut wir mit den Kosten für Lebensmittel zurecht kommen. Jeder zahlt 100 Euro im Monat und das reicht dicke um teilweise bio einzukaufen.

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Julia,

      da gibt es in der Tat wirklich schöne Modelle. Ich könnte mir das Leben darin vielleicht für einen bestimmten Lebensabschnitt, aber nicht für immer vorstellen. Besonders der Teil mit dem Erzeugen von eigenem Strom und dem gezwungenermaßen geringen Wasserverbrauch. Ich denke auch, dass das mit Kindern geht. Allerdings wird es dann natürlich schon um einiges schwerer im Vergleich zum Leben als Single in so einem kleinen Haus.

      Das mit eurer WG hört sich wirklich gut an. Da hat man natürlich den Vorteil, dass man bei Dingen, die von mehreren Personen potentiell genutzt werden können, auch die Kosten auf alle verteilen kann. Meiner Meinung nach ist allerdings das wichtigste, dass man sich gut versteht und gut miteinander auskommt. Sonst wird der Kostenvorteil schnell von den Nachteilen des höheren Stresses ausgeglichen. Bei vielen Personen reduziert sich natürlich auch der Pro-Person-Aufwand für Kochen, Einkaufen und Aufräumen der Küche. Es ist ja nicht 7-Mal so viel Aufwand Spaghetti für 7 Personen zu kochen, als es für eine Person ist. Dann könnte theoretisch jeder ja einmal in der Woche kochen. 😉

      Bist Du noch Studentin und wie lange bist Du schon dort in der WG?
      Klappt das denn gut mit der Absprache und der Organisation?

      Ich hatte überlegt nach dem Studium und dem Auszug von Zuhause vielleicht auch wegen den Kosten und der Gemeinschaft mal zu schauen, wie es so mit WGs aussieht.

      Schöne Grüße
      Dominik

      • Julia (Finanzblogleserin)

        Hallo Dominik,
        ja das ist sehr wichtig dass man sich gut versteht mit den Menschen mit denen man zusammenlebt. Für mich ist das wie zusammenleben mit Freunden, und es ist geht auch über die übliche WG hinaus, wir teilen einfach mehr miteinander und kümmern uns auch emotional umeinander.
        Studentin bin ich schon lange nicht mehr und wir haben auch nur einen Studenten unter uns, und wenn der in seinem dualen Studium Praxisphase im Unternehmen hat dann läuft er auch im Businesslook aus dem Haus 🙂
        Für mich ist das Zusammenleben jenseits der üblichen Paar- oder Familienstruktur eine langfristige Sache, das ist nicht so eine Phase die nach 1-2 Jahren vorbei ist. (Ich lebe schon über 7 Jahre so).
        Das muss aber ja nicht bei jedem so sein. Der Finanzblogger Tim Schäfer hat viel in WGs gewohnt, mindestens während seines Studiums, bin nicht sicher ob darüber hinaus. Es gibt auf den entsprechenden Suchportalen auch immer mal wieder WGs die nicht die üblichen (Jung-)Studenten-WGs sind oder sogar ausdrücklich als Berufstätigen-WGs laufen. Probiere es doch einfach mal aus wenn es bei dir soweit ist.

        „Bei vielen Personen reduziert sich natürlich auch der Pro-Person-Aufwand für Kochen, Einkaufen und Aufräumen der Küche. “
        Genau! Ein oder zwei Leute kochen für alle, also ist man nur alle paar Tage mal dran. Ebenso Lebensmittel einkaufen, das mache ich nur alle paar Wochen mal. Wir sind zu siebt und regeln das alles ohne Pläne: jeder packt mal an im Rahmen seiner Möglichkeiten. Beim Putzen hilft uns der Staubsauger-Roboter und ab und an helfen wir alle zusammen und machen eine Grundreinigung.

        LG
        Julia

  • Wieder ein guter Beitrag! Diese Lebensentwürfe sind mir alle bekannt. Ich bin kein Mensch der Extreme. Einerseits habe ich Respekt vor dem selbst gewählten Nomadentum, andererseits frage ich mich oft: „Wovor fliehen diese Leute?“ Ich bin schon oft umgezogen oder habe die Klasse gewechselt. Es ist schwierig, alte Freundschaften aufrecht zu halten und jedes Mal neue Freunde zu finden. Da ich so oft mein soziales Umfeld verloren habe, strebe ich nun nach Beständigkeit. Auch beim Minimalismus bin ich zwiegespalten: Man identifiziert sich weiterhin über seinen (Nicht-)Besitz. Manche verstehen den Sinn von Konsumverzicht nicht und machen einen Wer-hat-weniger-Wettbewerb und eine Ersatzreligion daraus. Ich mag da eher den Begriff der „Achtsamkeit“. Man sollte den eigenen Lebensstil ohne direkte Wertung hinterfragen, sondern auf die innere Stimme hören, was einem aktuell gut tut.

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Jenny,

      diese extremen Beispiele dienten ja nur dazu zu verdeutlichen, dass auch andere Lebensmodelle möglich sind und dadurch auch der Weg zur Finanziellen Freiheit massiv beschleunigt werden kann. Die Frage ist natürlich immer, ob man das selbst möchte und ob man mit dem Leben dann auch zufrieden ist.
      Es ist ja auch schon eine wichtige Erkenntnis zu erkennen, dass es Alternativen zum eigenen Lebensstil gibt und sich dann nochmal bewusst für das aktuelle Leben und gegen die (vielleicht bisher unbekannten) Alternativen zu entscheiden.

      Häufige Umzüge können die eigenen Beziehungen wirklich sehr belasten und den Aufbau von Freundschaften extrem erschweren. Mein duales Studium mit partiellem Umzug zeigt das auch sehr schön. Wenn man einen Teil der Zeit in Münster und einen Teil in Gelsenkirchen ist, verpasst man irgendwie in beiden Welten etwas und gehört zumindest gefühlt teilweise nirgendwo voll dazu. Da ist eine gewisse Beständigkeit vielleicht auch ganz wünschenswert.

      Mit dem Thema Minimalismus muss ich Dir auch voll zustimmen. Du hast meine Meinung dazu perfekt auf den Punkt gebracht.
      Vielleicht wollen die Menschen ja auch ihr Leben genau so leben und sind absolut glücklich. So etwas wie Glück ist eine sehr persönliche Angelegenheit und kann meiner Meinung nach von außen wahrscheinlich nur sehr schlecht beurteilt werden.
      So würden die meisten Konsumenten bei unserem Lebensstil vielleicht auch den Kopf schütteln und es als „Selbstkasteiung“ (O-Ton aus einer Dokumentation) oder Wer-hat-weniger-Wettbewerb ansehen.

      Schöne Grüße
      Dominik

    • Das soziale Umfeld ändert sich im Laufe des Lebens auch wenn man nicht umzieht.
      Als Student sind es hauptsächlich Freunde und Kommolitonen, später dann Arbeitskollegen wenn man viel arbeitet. Langfristig wird es die gegründete Familie sein die zum größten Teil das soziale Umfeld ist.

      Die Entscheidung die finanzielle Freiheit anzustreben ist eine langfristige Entscheidung wofür man nicht immer auf seine eigene Stimme hören kann, was einem gut tut. Für mich ist es ein klares Ziel, dessen Erreichbarkeit nicht einfach ist und mit Kompromissen verbunden ist. Habe ich das Ziel erreicht werde ich nur noch auf meine innere Stimme hören und das machen was mir gut tut.

      Ich glaube, dass die meisten Menschen nicht viel über das Leben im allgemeinen nachdenken und nur sehr kurzfristig Planen. Kurzfristige Planung ist ein Gegensatz zur langfristige Planung der finanziellen Freiheit. Wird etwas entdeckt was einen glücklich macht, wird es gekauft…

      Wir (2E+2K) sind letztes Jahr im Zuge der Elternzeit 3Monate mit dem VW-Bus durch Europa bis Marokko gefahren.
      Dabei haben wir gemerkt, dass es genau das Richtige für uns ist. Am Liebsten hätte es nie aufhören können.
      Erstaunlich war wie glücklich wir waren trotz der wenigen Dinge wir gebraucht und verbraucht haben.
      Man hat auch gemerkt wie viel Zeit man spart wenn man nicht dauernd eine große Wohnung sauber halten muss.

  • Hallo Dominik,

    Sehr interessanter Beitrag, ich muss zugeben das ich irgendwann einmal Bagpacken will. Auf YouTube habe ich mir oft Videos darüber angeschaut, Van-Life finde ich auch ziemlich cool (In einem Van Leben). Nur könnte ich mir das vorerst nicht vorstellen, da meine Bedürfnisse für fliessend Wasser und Sauberkeit viel zu stark sind 😉

    Jeder muss herausfinden mit welchem Lifestyle er zufrieden ist, es gibt Leute die müssen in Saus und Braus leben ohne sind sie nicht Glücklich. Ich zu meinem Teil bin wohl ein zwischen Ding 🙂

    Gruss
    Thomas

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Thomas,

      Backpacken ist auch eine coole Sache.
      Was ich bei so etwas immer interessant finde ist, dass die meisten so etwas ganz jung machen und davon sehr begeistert sind.
      Wenn sich die Menschen dann irgendwann ihr Leben ganz bequem eingerichtet haben, wird so etwas meist nicht mehr gemacht.
      Dabei sollte immer die Frage im Vordergrund stehen:

      Bin ich mit meinem Leben zufrieden und wenn nein was sollte ich ändern?

      Schöne Grüße
      Dominik

  • Hey Dominik,

    richtig cooler Artikel. Vor allem „Geoarbitrage“ sagte mir zumindest als Begriffe noch nichts. Das Digitale Nomadentum aber auch Geoarbitrage wären auch für mich denkbar. Interessant wäre für mich, wie die letztere Lebensform konkret geplant wird. Da muss ja auch rechtlich einiges beachtet werden. Auch die Sozialversicherungsleistungen wären ein spannendes Thema. Also, wie plant man das?
    Ganz ehrlich, auch der Lifestyle von Diogenes hat für mich etwas ansprechendes. Aber vielleicht nicht auf Dauer, sondern zum Ausgleich. Aber gut, da kann man auch für 2 Wochen in ein Kloster gehen. Jedenfalls ein spannender Beitrag, der aufzeigt, was heute schon möglich ist!

    LG
    Johannes

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Johannes,

      vielen Dank.
      Ich glaube da bin ich vollkommen der falsche Ansprechpartner, wie die konkrete Ausgestaltung ist.
      Meiner Meinung nach sollte man nur etwas sagen, wenn man sich dort wirklich auskennt und dem anderen auch wirklich weiter helfen kann.
      Vielleicht kannst Du ja einfach mal in der Szene der Digitalen Nomaden Dich umschauen.
      Es wird wahrscheinlich auch schon dutzende gute Artikel und Checklisten zu dem Thema geben.

      Als Ausgleich und zum Nachdenken über das eigene Leben kann ein Diogenes‘ Lebensstil bestimmt auch ganz hilfreich sein. Es hilft einem sich auf die wichtigen Sachen im Leben zu konzentrieren.

      Schöne Grüße
      Dominik

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