Interview mit einem Blogger

Interview mit Lukas von „Meine Finanzielle Freiheit“

Heute gibt es eine Premiere, denn dies ist der erste Beitrag eines fremden Autors auf meinem Blog. Ich habe ein Interview mit Lukas von „Meine Finanzielle Freiheit“ durchgeführt. Andererseits hat auch er mich interviewt. Dieses Interview findet ihr auf seinem Blog.

Dominik: Bitte stell Dich meinen Lesern kurz vor!

Lukas: Ich bin 35 Jahre [in 2016] alt, verheiratet und Vater zweier Kinder. Zurzeit bin ich unselbständig bei einem internationalen Dienstleistungsunternehmen beschäftigt – ein Job, der mir sehr viel Freude bereitet. Ich bin selbst noch nicht finanziell frei, aber nach meiner Einschätzung gut auf dem Weg in Richtung finanzielle Freiheit unterwegs. Ich erwarte, dass ich in 5 bis 7 Jahren finanziell frei (in der von mir propagierten Definition) sein werde.

Dominik: Worum geht es auf Deinem Blog und was sind Deine Themenschwerpunkte?

Lukas: In meinem Blog beschäftige ich mich mit allen Fragen rund um das Thema finanzielle Freiheit. Mein Blog ist in folgende Themenblöcke gegliedert und möchte den Leser an der Hand nehmen den Weg zur finanziellen Freiheit auch selbst zu gehen:

  • Grundlagen – Hintergründe, Definitionen und Einführung in Fragestellungen zur finanziellen Freiheit
  • Kontrolle über die eigenen Finanzen – Legen des Grundsteins zur finanziellen Freiheit durch Bewältigung von Schulden und Herstellen einer klaren Struktur für die eigenen Finanzen
  • Sparen – Ansätze und praktische Möglichkeiten um aus den laufenden Einkünften Geld bei Seite zu legen und so mit dem Aufbau eines Finanzvermögens zu beginnen
  • Passive Einkommensquellen – Überblick über zins- und system-basierte passive Einkommensquellen und wie sie am Weg zur finanziellen Freiheit helfen können
  • Investments – Vorgehen und Hilfestellungen beim Aufbau von Finanzvermögen und der Veranlagung an den Kapitalmarkt

Darüber hinaus möchte ich noch durch Buchempfehlungen, Links zu interessanten Blogs und vielleicht auch mal einem Community-Bereich die Gelegenheit bieten, weiterführende Informationen zur Verfügung zu stellen.

Als Titel meines Blogs habe ich bewusst „Meine finanzielle Freiheit“ gewählt, weil ich hoffe, dass die Leser des Blogs sich die aufgezeigten Denkanstöße zu eigen machen und die finanzielle Freiheit tatsächlich als ihre eigene ansehen. Natürlich berichte ich auf meinem Blog auch, wie ich meinen eigenen Weg zur finanziellen Freiheit gestalte – die Doppeldeutigkeit von „meine“ ist daher bewusst gewählt.

Dominik: Was war der Auslöser Dich mit Deinen Finanzen auseinanderzusetzen?

Lukas: Da gab es kein traumatisches Erlebnis und auch keinen Erleuchtungsmoment. Ich habe schon als Teenager begonnen mich mit Finanzen und Investments zu beschäftigen. Während diese Beschäftigung eher anekdotenhaft und nicht immer strukturiert war, wuchs in den letzten Jahren die Beobachtung, dass sowohl die Vorsorge für Unvorhergesehenes als auch der Vermögensaufbau für den Ruhestand/die nächste Generation in der Öffentlichkeit zu wenig Beachtung findet. Vielmehr werden diese Themen im Sozialstaat Europäischen Zuschnitts häufig auf den Staat delegiert. Dadurch geht die Selbstbestimmung des eigenen Handelns verloren. Durch meinen Blog will ich daher auch dadurch einen Beitrag leisten, dass finanzielle Bildung – der interessierten Leserschaft – vermittelt wird. Dadurch möge es gelingen, dass die Verantwortung für die eigenen finanziellen Belangen von vielen selbst in die Hand genommen wird und gute finanzielle Entscheidungen getroffen werden.

Gerne möchte ich hier auch auf meinen Artikel „Warum überhaupt finanzielle Freiheit anstreben“ verweisen, der noch weitere Facetten zu dieser Frage ergänzt.

Dominik: Was hast Du von Deinen Eltern/Deinem Umfeld (Negatives und Positives) über Finanzen gelernt?

Lukas: Von meinen Eltern erhielt ich ein grundsätzlich sparsames, aber eher risikoaverses Finanzverhalten vorgelebt. Dafür bin ich meinen Eltern dankbar, denn dadurch wurden mir einige Grundsätze der finanziellen Bildung aus dem Elternhaus mitgegeben. Die Sparsamkeit wurde nur durch Ausgaben für Bildung, Urlaube/Reisen und die Investition in Konsumgüter von hoher Qualität durchbrochen. Bei Finanzanlagen wurde großes Augenmerk darauf gelegt, keine nominellen Verluste zu erzielen und entsprechend wurde vor allem per Sparbuch und Staatsanleihe veranlagt.

Dominik: Wie planst Du die finanzielle Freiheit zu erreichen?

Lukas: Ich sehe das Erreichen finanzieller Freiheit als einen längerfristigen Prozess, der auch von einem entsprechenden Mindset begleitet sein muss. Ich möchte finanzielle Freiheit daher schrittweise und stetig erreichen, während ich von „get rich quick“-Modelle nicht überzeugt bin. Mein persönlicher Weg geht genau entlang der oben beschriebenen Gliederung meines Blogs vom Sparen aus dem Erwerbseinkommen und sieht das stetige Investieren in Finanzanlagen (v.a. Aktien und Aktien-ETFs) und Immobilien vor. Dadurch möchte ich passive Einkommensquellen erschließen, die dann meine finanzielle Unabhängigkeit ermöglichen.

Dominik: Welche passiven Einkommensquellen findest Du interessant?

Lukas: Alle – ich finde das Konzept passiver Einkommensquellen höchst spannend! Mein derzeitiger Fokus – sowohl auf meinem Blog als auch in meinem Tun – ist klar auf zinsbasierten, passiven Einkommensquellen, also Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen. Bei system-basierten Einkommensquellen bin ich noch am Anfang meiner Überlegungen, finde diese aber um nichts weniger interessant – allein ich befürchte, dass ich nicht den Mega-Hit komponieren werde, der mit für den Rest meines Lebens Tantiemen einbringen wird 😉

Dominik: Wo befindest Du Dich auf dem Weg zur Finanziellen Freiheit?

Lukas: Ich denke ich bin ganz gut unterwegs. Meine Berechnungen – jeder der sich mit finanzieller Unabhängigkeit beschäftigt stellt diese glaube ich an… – ergeben, dass ich die finanzielle Freiheit in 5 bis 7 Jahren erreichen kann. Das heißt für mich allerdings noch nicht, dass ich meinen Job kündigen werde und mich in die Hängematte legen werde. Es heißt aber sehr wohl, dass ich dann zumindest die klare Entscheidung treffen werde können, welchen Tätigkeiten ich in welcher Intensität nachkommen werde. Diese Selbstbestimmung macht für mich einen großen psychologischen Unterschied und ist ein wichtiger Grund für das Beschreiten des Wegs zur finanziellen Freiheit.

Dominik: Was war Dein schlimmster Finanzfehler und wie ist es dazu gekommen?

Lukas: Ich habe schon recht früh damit begonnen mich mit Aktien und der Börse auseinander zu setzen. Meine ersten Schritte waren in den Boom-Jahren der Dotcom-Ära, die durch das spektakuläre Platzen der Blase gekennzeichnet waren. Zwar hatte ich damals keine großen Beträge im Feuer, doch habe ich teures Lehrgeld bezahlt. Ich hatte in einige Aktien von gehypten Unternehmen investiert und v.a. für meine damaligen Verhältnisse eine Menge Geld verloren. Hätte ich damals gewusst, worüber ich heute blogge, wären viele diese Fehler nicht passiert und wäre ich wohl näher an der finanziellen Freiheit – man denke nur an den Zinseszins-Effekt des damals „verzockten“ Geldes!

Dominik: Wenn Du Deinen Kindern nur einen einzigen finanziellen Tipp mit auf den Weg geben könntest, welcher wäre das?

Lukas: Ich bin mir nicht sicher, ob ein einziger finanzieller Tipp ausreichen würde. Ich möchte meinen Kindern gern einen verantwortungsvollen Umgang mit Ihren Finanzen mit auf Ihren Lebensweg mitgeben. Das heißt für mich ganz einfach mehr einzunehmen, als auszugeben (also eine positive Sparquote zu haben), mit einem Notfallfonds für den Fall des Falles vorzusorgen und langfristig zu investieren, um passive Einkommensquellen zu erschaffen. Gleichzeitig möchte ich meinen Kindern nicht das Gefühl geben, dass sie alles in Nest gelegt bekommen. Im Gegenteil, sie werden für ihr eigenes finanzielles Schicksal Verantwortung übernehmen müssen. Dafür sind sie dann aber hoffentlich gut gerüstet.

Dominik: Würdest Du in Deinem Leben etwas anders machen, wenn Du nochmal 20 Jahre alt wärst?

Lukas: Vielleicht hätte ich schon mit 20 beginnen können, die in meinem Blog beschriebenen Prinzipien anzuwenden – in anderen Worten, ich hätte den Weg zur finanziellen Freiheit schon früher zu gehen beginnen können. Dennoch würde ich sagen, dass ich nicht fundamental kritisch in die Vergangenheit blicke, sondern zufrieden bin, wie sich die Dinge ergeben haben und wo ich heute in allen Lebensbereichen stehe.

Dominik: Vielen Dank für das Interview!

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