In was investierst Du NICHT?

Es gibt so unglaublich viele Anlageklassen, Investmentchancen und Anlagestrategien, dass es für einen Einsteiger am Anfang sehr schwierig erscheint die passenden Investments zu finden. Sie überlegen lange, in welche Dinge sie eigentlich investieren wollen.

Viel spannender ist meiner Meinung nach für sich selbst festzulegen, in was man generell oder zum aktuellen Zeitpunkt nicht investieren möchte. Dadurch wird mir selbst nämlich klar, welche Anforderungen ich an eine Investition stelle und welche Bereiche ich vielleicht weniger interessant finde.

Wenn ich für mich klar entschieden habe, in was ich eigentlich nicht investieren möchte, kann ich mich viel tiefgehender mit den anderen Investitionsmöglichkeiten auseinandersetzen und dort ein Experte werden.

Im heutigen Artikel möchte ich Dir daher mal näher vorstellen, in welche Dinge ich generell nicht oder nur sehr eingeschränkt investieren würde. Besonders möchte ich Dir meine Gründe dafür darlegen.

Vorab schon mal der Hinweis, dass das eine sehr persönliche Sache ist und die Investments dadurch nicht schlecht sind. Sie passen einfach nicht zu meiner eigenen Strategie und ich habe mich daher dagegen entschieden. Bevor ich hinterher von euch nur böse Kommentare erhalte. 😉

Kryptowährungen

Im Moment gibt es einen großen Hype um das Thema Kryptowährungen und jeder will dort investieren. Ich habe für mich festgelegt, dass ich kein Geld in Kryptowährungen stecke, da ich einfach nicht verstehe wie dort ein Mehrwert entsteht, ob sich eine der Währungen irgendwann durchsetzen wird und welche das letztendlich sein wird.

Kryptowährungen

Zudem scheinen besonders viele Investmentanfänger, die noch nie Geld in „spekulative“ Dinge wie Aktien angelegt haben, ihr Geld dort zu investieren. Dabei entsteht der Eindruck, dass sich die meisten nicht so tiefgreifend mit Kryptowährungen beschäftigt haben und ihre Kaufentscheidung hauptsächlich auf die vergangene Kursentwicklung stützen.

Das ist für mich einfach eine reine Spekulation und hat nichts mit Investieren zu tun. Dann kann ich auch ins Spielkasino gehen.

Zertifikate, CFDs, Optionsscheine, Binäre Optionen

Für mich sind diese Finanzprodukte extrem spekulativ und können kaum sinnvoll in eine Investitionsstrategie eingebaut werden. Alleine die ganzen negativen Berichte von Privatanlegern, die damit gehörig auf die Schnauze gefallen sind, sollten einem schon Warnung genug sein. Trotzdem versuchen es immer wieder neue Investmentanfänger mit diesen Produkten schnell reich zu werden.

Der Einzige, der dadurch wirklich verdient, ist letztendlich die Bank.

Whiskey, Lego, Oldtimer, Kunst etc.

Immer wieder hörst Du von verschiedenen Sammlern, dass Du gute Renditen mit bestimmten Whiskeysorten, Oldtimer-Modellen oder Kunstgegenständen machen kannst. Alle diese Spezialinvestments erfordern allerdings eine Menge Spezialwissen und Zeit, die der Anleger braucht sich damit auseinanderzusetzen.

Whiskey

Zudem brauchst Du zum Teil auch noch Lagerflächen oder musst die Dinge instandhalten. Für mich kämen solche Investments einzig und alleine in Betracht, wenn mich die Bereiche wirklich interessieren würden und ich mich damit auch als Hobby auseinandersetzen möchte. Sonst lasse ich die Finger davon. Generell ist es ein guter Rat nur in Dinge zu investieren, die Du vollständig verstanden hast.

Anleihen

Vielleicht liegt meine Einstellung zu Anleihen auch an dem aktuell historisch niedrigen Zinsumfeld. Ich habe für mich bisher bei Anleihen noch keinen Grund gefunden, warum ich sie Aktien vorziehen sollte. Die Statistiken zeigen, dass Aktien langfristig immer eine bessere Rendite als Anleihen haben und meiner Meinung nach als Sachwert auch deutlich sicherer sind.

Natürlich haben Anleihen nur sehr geringe Schwankungen, doch das ist bei meinen Investitionen ja nicht das wichtigste. Ich möchte langfristig eine gute Rendite erzielen und mich mit meinen Investments wohlfühlen.

Rohstoffe

Rohstoffe sind für mich Waren, die in der Wirtschaft gebraucht werden. Das bedeutet, wenn der Preis von Öl zum Beispiel enorm steigt, werden die Anstrengungen weitere Öl-Vorkommen zu entdecken massiv erhöht. Mit dem Auffinden und Erschließen von neuen Quellen steigt wiederum das Angebot und die Preise gehen zurück.

Erdöl

Bis heute habe ich noch nicht verstanden, inwieweit Rohstoffe als Investment einen Mehrwert und Ertrag haben.

Die einzige Ausnahme wäre vielleicht eine Beimischung von Gold in einem größeren Portfolio. Das Gold stabilisiert das Portfolio und steigt meist in Wirtschaftskrisen enorm an, während der Aktienmarkt fällt.

P2P-Kredite

Ich glaube unter den Finanzbloggern gehöre ich eher zu den Außenseitern, was dieses Thema angeht. So sind die meisten extrem begeistert von P2P-Krediten und nutzen etliche Plattformen für ihre Investments. Aus diesem Grund muss ich wahrscheinlich jetzt auch besonders vorsichtig sein, was ich dazu sage. 😉

Es sind einige Punkte, warum ich nicht in P2P-Kredite investieren möchte, doch ich möchte Euch nur die wichtigsten zwei Punkte vorstellen. Meiner Meinung nach gehören P2P-Kredite eher in den Bereich der extrem risikobehafteten Investments, auch wenn das Geld auf mehrere Plattformen gestreut wird. Daher sollten meiner Meinung nach auch nicht mehr als 5 % des Vermögens hierein investiert werden.

P2p-Kredite

Selbst bei einem etwas größeren Vermögen von 100.000 € (was ich jetzt noch nicht besitze) können dann nur 5.000 € in P2P-Kredite investiert werden. Ich gehe bei meinen Aktieninvestments von einer durchschnittlichen Rendite von 7 % aus. Selbst bei einer mehr als doppelt so großen Rendite (15 %) hätte ich nur 400 € mehr an Ertrag pro Jahr. Davon würden nach Steuern sogar nur knapp 300 € übrigbleiben.

Ich weiß ja nicht, wie Ihr das seht, aber meiner Meinung nach lohnt es sich nicht wegen so einem geringen Mehrertrag seine Zeit und Arbeit in diesen Bereich zu stecken.

Vielleicht liegt das auch nur an meinen mangelnden Erfahrungen und Ihr könnt mich da gern eines Besseren belehren. Dafür habe ich einfach keine Lust mich ins Thema einzulesen, etliche Accounts bei verschiedenen Anbietern zu eröffnen, meine Investments zu überwachen und mich später auch noch um die steuerlichen Angelegenheiten zu kümmern.

Crowdinvesting

ZinslandAuf meinem Blog hatte ich ja auch schon einen ausführlichen Bericht über die Crowdinvesting-Plattform ZINSLAND veröffentlicht und erklärt, was eigentlich genau Crowdinvesting ist. Der Grund für meine Nichtinvestition ist eigentlich so ziemlich genau der gleiche wie bei den P2P-Krediten.

Zu viel Arbeit bei zu geringer Mehrrendite und zu geringe Möglichkeiten seine Investments zu streuen.

Aktive und geschlossene Fonds

Ich denke zu diesem Punkt brauche ich eigentlich nicht viel zu schreiben.

Aktive Fonds haben einfach viel zu hohe Gebühren, die eigentlich nie durch eine bessere Rendite gerechtfertigt sind. Im Gegenteil underperformen die meisten aktiven Fonds gegenüber dem korrekt gewählten Vergleichsindex. Wenn Du mir das nicht glauben willst, dann schnapp Dir nochmal die „passive Investmentbibel“ von Gerd Kommer und lass Dich vom Gegenteil überzeugen.

Schiffe

Zu dem Thema geschlossene Fonds hat Vincent einen wirklich guten Beitrag mit dem Titel „Die Scheiße mit geschlossenen Beteiligungen“ geschrieben. Weil ich mich dort nicht so gut auskenne und Vincent vollkommen zustimme, möchte ich auch nicht so viel dazu schreiben. Allein wenn jemand darüber berichtet, wie er mit einem solchen Anlageprodukt sechsstellige Summen verloren hat (ohne sich total bescheuert anzustellen), sollte das schon Abschreckung genug sein.

Lebensversicherungen, Riester-, und Rürup-Versicherungen

Eigentlich sind diese Versicherungen an sich keine reinen Investments. Viel mehr nehmen sie das Geld und investieren es dann in die vorgenannten Produkte. Es sind also viel mehr Investitions-Verpackungen.

Warum ich davon nicht viel halte, habe ich Dir in einem sehr ausführlichen Artikel erklärt.

Was bleibt übrig?

Viele werden sich bei diesen ganzen Ausschlüssen bestimmt die Frage stellen, was da noch übrigbleibt und in was ich eigentlich mein Geld investiere.

Aktuell habe ich ausschließlich Aktien-ETFs und in Zukunft sollen noch Einzelaktien von soliden Bluechips dazu kommen. Dafür habe ich noch keine endgültige Strategie, doch eine Dividendenstrategie würde mir eigentlich gut gefallen.

Desweiteren finde ich den Immobilien- und Optionen-Bereich sehr spannend und werde in Zukunft vielleicht dort auch noch investieren. Hier informiere ich mich aktuell noch intensiver.

Hast Du vielleicht irgendwelche Investments, die für Dich komplett ausgeschlossen sind? Investierst Du in Bereiche, die ich für mich ausgeschlossen habe? Hast Du Dir darüber auch schon mal intensiver Gedanken gemacht?

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16 Kommentare

  • Hallo Dominik,

    Meine Investments sind momentan auch überschaubar:

    – Einzelaktien,
    – Kryptowährungen
    – Rohstoffe (bald)
    – Business (das würde ich teilweise in die Kategorie Sammler setzten)

    Einige andere Investments interessieren mich natürlich auch, aber das hat alles eine Zeit. Wichtigstes Investment hast du aber vergessen und zwar das Humankapital 😉 Dort steckt man in der Regel extrem viel Zeit hinein und as ist doch wohl die wertvollste Währung, entsprechend ist dann aber die monetäre Entlohnung. Denke Humankapital bringt die höchste Rendite, man muss nur das erlernte Wissen in der Praxis anwenden können.

    Grüsse
    Thomas

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Thomas,

      ich wollte bei meiner Aufzählung nur die klassischen Investments drin haben. Meiner Meinung anch ist das Humankapital mit Abstand am wichtigsten, denn es sorgt letztendlich dafür, wie viel Geld Du in die anderen Beereiche investieren kannst. Ohne Geld durch irgendeine Form des Arbeitens zu erlangen, kann ich letzten Endes auch nichts investieren. Das gleiche gilt im Prinzip fürs Business auch.

      Die Frage wäre auch da, inwieweit ist das ein Investment. Oder ist es einfach nur eine andere Form der Arbeit?
      Ich denke die Kombination aus Wissen und Kapital kann letzten Endes den größten Wohlstand erbringen.

      Schöne Grüße
      Dominik

      • Hallo Dominik,

        Natürlich ist das Business eine Form von Arbeit, das ist jedes andere Investment mehr oder weniger auch. Natürlich muss man vor allem am Anfang mehr Zeit und Arbeit ins Business stecken.

        Ich investiere ja auch Zeit und Arbeit darin Aktien auszuwählen und diese dann zu Kaufen. Klar ist aber da ein Business definitiv viel mehr Zeit in Anspruch nimmt, kommt natürlich auch immer darauf an um was es geht.

        Grüsse
        Thomas

  • Hey Dominik,

    da hast du ja eine Liste zusammengestellt 🙂 Ich kann mich da aber im Wesentlichen nur anschließen. Für mich kommen in Betracht: Einzelaktien, ETFs, eigene Unternehmen, Immobilien, bisschen Rohstoff-Beimischung (Gold) und in ferner Zukunft auch so Dinge wie Oldtimer oder Kunst. Dazu muss man aber schon Liebe und Erfahrung in der Branche mitbringen, denke ich, und man spezialisiert sich vielleicht auch da nochmal. (Jerry Seinfeld sammelt z.B. die Marke Porsche). Ich denke, man darf nicht zu sehr diversifizieren. Wie in einem deiner vorangegangenen Artikel ist die Spezialisierung echt wichtig. Vielleicht ist die Aufzählung bei mir schon zu sehr diversifiziert :/

    Viele Grüße

    Anna

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Anna,

      die Liste ist auch länger geworden, als es zu Beginn geplant war. 😉
      Ich finde das hört sich bei Dir doch ziemlich ähnlich zu mir an. Auf die Oldtimer-Investitionen wäre ich auf jeden Fall sehr gespannt. Das machen ja sogar noch deutlich weniger Menschen als eine „langweilige“ Investition in ETFs.
      Dabei kommt der Aspekt der Diversifizierung wieder mal zum Tragen.

      Schöne Grüße
      Dominik

  • Hallo Dominik,

    das sind bei uns schon einige Übereinstimmungen dabei. Allerdings investiere ich in P2P-Kredite. Der Aufwand sich in das Thema einzuarbeiten und der geringe Verwaltungsaufwand werden durch extrem hohe Renditen mehr als gerechtfertigt. Allerdings sollte man wissen, dass es ein Hochrisikoinvestment ist, wo nur ein geringer Vermögensanteil investiert werden sollte.

    Aktive Fonds meide ich ebenfalls nicht generell, weil es trotz ETF-Hype auch immer noch vereinzelte Produkte gibt, die sich trotz der Gebühren rechnen.

    Anleihen werden ebenfalls nicht per se ausgeschlossen, nur weil diese Anlageklasse derzeit unattraktiv erscheint. Genau wie in Krisenzeiten der Aktienmärkte gilt auch hier, dass es langfristig wieder anders ausschauen wird.

    Grundsätzlich denke ich, dass man sich auf wenige Anlageklassen beschränken sollte. Hier sollte man sein Wissen spezifizieren und vertiefen. Vermögensaufbau besteht im wesentlichen daraus, viele Dinge NICHT zu tun.

    Viele Grüße
    Marco

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Marco,

      vielen Dank für Deinen Kommentar.
      Mir war schon beim Schreiben meines Artikels klar, dass bei den P2P-Krediten meine Meinung eher konträr zu der Mehrmeit der Finanzblogger ist.
      Ich denke jedem sollte bei diesen Renditen bewusst sein, dass es auch ein Risiko geben muss. Schließlich gibt es ohne Risiko keine Rendite.

      Ja es gibt aktive Fonds, die sich auch trotz Gebühren rechnen. Vielleicht kenne ich mich in dem Bereich auch einfach noch nicht genug aus, aber ich traue mir nicht zu unter den ganzen Gebührenmonstern die passenden aktiven Fonds auszusuchen, die sich trotzdem rechnen. Ich denke man kann auch gut ohne aktive Fonds zurecht kommen, doch das ist wiederrum auch eine persönliche Entscheidung.

      „Grundsätzlich denke ich, dass man sich auf wenige Anlageklassen beschränken sollte. Hier sollte man sein Wissen spezifizieren und vertiefen. Vermögensaufbau besteht im wesentlichen daraus, viele Dinge NICHT zu tun.“

      Eine wirklich gute Zusammenfassung. Ich hätte es nicht schöner sagen können.

      Schöne Grüße
      Dominik

  • Hallo Dominik,

    ein schöner Artikel, sehr übersichtlich geschrieben.

    Ich investiere in ETF’s, Imobilien und habe eine Riesterrente und eine Lebensversicherung.

    In nächster Zeit möchte ich P2P und Crowdinvesting ausprobieren. Ich bin ein neugieriger Mensch, ob ich das aber nach einer Testphase weiter betreibe hängt wie du so schön sagst von der Zeit ab, die ich dafür investieren muss.

    Irgendwann sind dann auch Einzelaktien geplant.

    Sammlerobjekte schließe ich für mich zumindest im Moment aus. Aber wenn man Spaß an einem Porsche hat, warum nicht ein Oldtimer. Zumindest verliert er weniger an Wert als ein Neuwagen. Aber man sollte sich nur einen Oldtimer kaufen, der einem unheimlich Spaß macht und nicht wegen seiner Wertsteigerung. Whisky kann man zumindest selbst trinken ;), wenn das Investment nicht aufgeht.

    Stillhalteroptionen würde ich sehr gerne verstehen, tue es aber zur Zeit nicht.

    Und bei der Riesterrente bin ich für Frauen mit kleinem Einkommen und Kindern trotz aller Kritik aus den Finanzblogs eine Befürworterin. Da es für diese Gruppe mit dem richtigen Vertrag viele Vorteile hat.

    Take care,

    June

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo June,

      da hast Du ja wirklich eine große bunte Sammlung an Investments. 😉
      Ich finde es vorallem gut, dass Du verschiedene Dinge ausprobierst und schaust, in was Du (nicht) Dein Geld investieren willst.

      Bei Sammlerobjekten finde ich es wichtig für sich zu Beginn festzulegen, ob es eine Investition oder einfach nur ein Spaßkauf ist. Bei einer Investition musst Du letztendlich ganz anders herangehen als bei einem Spaßkauf. Ich habe nämlich bei manchen Käufern von Sammlerobjekten das Gefühl, dass nicht so konkret gerechnet wird und jeder Kauf eines Whiskeys oder Oldtimers auf einmal eine Investition ist. Dabei kann es sein, dass gerade dieses Modell keine Wertsteigerung erfährt und das eigentliche Kaufmotiv der Spaß war. Da finde ich es gefährlich so zwiegespalten daran zu gehen.

      Meine Sichtweise zu diesen Versicherungsprodukten kennst Du ja wahrscheinlich schon. Mir ist nur wichtig, dass bei diesen Angeboten ganz konkret gerechnet wird und dann eine vernünftige Entscheidung getroffen wird. Leider werden diese Verträge wegen der hohen Komplexität oft nicht richtig verstanden und dann abgeschlossen, obwohl sie sich nicht besonders lohnen.
      Eine Riesterrente kann sich also auch lohnen. Meiner Meinung anch tut sie es in den meisten Fällen allerdings nicht.

      Schöne Grüße
      Dominik

  • Hi Dominik, schöner Ansatz, über ein Ausschlussverfahren da ran zu gehen.

    Ich investiere noch in P2P-Kredite und auf Crowdfunding-Plattformen. Mit Kryptowährungen experimentiere ich derzeit nur. Ich sehe alles zuvor genannte als sehr riskant an. Meine persönliche Schmerzgrenze liegt derzeit bei 10%.

    Ich glaube aber nicht, dass das ein fixer wert ist. Wenn ich irgendwann ein Aktienportfolio habe, das groß genug ist, um von den Erträgen leben zu können, kann ich eigentlich alles andere auch in riskante Dinge stecken, ohne wirklich ein Risiko (außer etwas Geldverlust) zu haben.

    Zu deinem Rechenbeispiel: Wenn ich von 7% Überrendite bei P2P-Krediten ausgehe und 5000€ anlege, hat sich das Geld nach 10 Jahren fast verdoppelt. Wenn ich darüber hinaus noch eine Sparrate von 500€ jedes Jahr in P2P-Kredite stecke (Annahme: jemand spart 10.000€ im Jahr, davon 5% in P2P-Kredite), ergeben sich etwa 7.000€ Netto-Zinsen.

    Für mich steht aber garnicht die Outperformance von P2P-Krediten im Vordergrund (eine Überrendite von 7% halte ich für zu optimistisch, eher 4-5), sondern viel mehr die Streuung über andere Asset-Klassen. Bei deiner Auflistung bleibt ja nicht mehr viel übrig. 😉 Klar, Immobilien sind eine Möglichkeit, aber da ist der Zeitaufwand vermutlich deutlich höher, als bei P2P-Krediten. 😉

    Aber Du hast Recht: Das ist eine sehr individuelle Angelegenheit und jeder ist gut daran beraten, für sich die Regeln und Prinzipien festzulegen, nach denen er investieren möchte.

    Beste Grüße
    Tobias

    A

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Tobias,

      ich möchte den letzten Satz von Dir direkt an den Anfang meiner Antwort stellen:

      „Das ist eine sehr individuelle Angelegenheit und jeder ist gut daran beraten, für sich die Regeln und Prinzipien festzulegen, nach denen er investieren möchte.“

      Genau zu dieser Überlegung sollte mein Artikel den Leser anregen sich eigenen Gedanken zu machen und sich mal Gedanken darüber zu machen, welche Investments eigentlich für einen selbst keinen Sinn ergeben. Das habe ich für mich in diesem Artikel gemacht und damit eine Grundlage für weitere Diskussionen geschaffen. Mir war dabei auch von Anfang an bewusst, dass die meisten auf die P2P-Kredite eingehen werden. Schließlich vertrete ich da eine etwas konträre Ansicht.

      Dabei bin ich absichtlich von einer etwas überspitzten Überrendite ausgegangen, damit mein Punkt noch klarer wird. Niemand wird nämlich behaupten, dass die Überrendite noch höher wäre und es sich in diesem Fall lohnen würde.

      Ich denke Immobilien benötigen in der Tat deutlich mehr Arbeit als alle anderen Investments. Meiner Meinung anch wird das allerdings dadurch gerechtfertigt, dass ich mein Geld dort hebeln kann und dadurch relativ leicht 15-30 % Eigenkapitalrendite erzielen kann. Zur Not kann ich gegen etwas Geld einen Großteil der Arbeit ja auch an eine Hausverwaltung abgeben.

      Schöne Grüße
      Dominik

  • Hallo Dominik,

    da hast du aber einen gute Zusammenfassung von deinen NICHT Investments erstellt.

    Finde ich eine super Idee das Ganze mal anders anzugehen.

    Wie du schon in deinem Artikel und in den zahlreichen Kommentaren gesagt hast, ist das eine vollkommen persönliche und individuelle Entscheidung.

    Aber ich gehe da mit den meisten Punkten (auch mit den P2P Kredite) mit.

    Aktuell bin ich in Aktien und Anleihen ETFs investiert und bin gerade dabei, endlich mit Immobilien zu starten. Denn ich finde für mich, dass Immobilien eine der interessantesten Anlageklassen ist.

    Wie Tobias meinte machen sie zwar mehr Arbeit, du kannst aber auch einen höheren Ertrag haben. Und wie du meintest kannst du die Arbeit auch abgeben. Aber ich weiche vom Thema ab. 🙈

    Ich kann deine bisherigen Ausführungen zu P2P-Krediten verstehen, daher lasse ich bisher die Finger davon.

    Bei Sammlungen wie Gemälden oder Oldtimern ist das spezialisierte Wissen welches du benötigst viel zu hoch und für mich persönlich damit (aktuell noch) uninteressant.

    Beste Grüße

    Björn

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Björn,

      es freeut mich, dass ich zu meiner Sichtweise zu den P2P-Krediten auch Zustimmung erhalte.
      Das war mir allerdings auch von Vornherein klar, dass ich damit eher eine Außenseiterposition vertrete.
      Du hast mit Deinem Kommentar die folgenden Kommentare und meine Antworten dazu wirklich gut auf den Punkt gebracht.

      Immobilien finde ich auch sehr spannend und werde dort in der Zukunft bestimmt auch mal etwas machen.
      Auf jeden Fall informiere ich mich ind em bereich schon sehr ausführlich.

      Schöne Grüße
      Dominik

  • „Aussenseiter Positionen“?
    Mit allen deinen Nicht-Investitionen sind wir schon mal zwei Aussenseiter 😁

  • Schöner Artikel. Ich sehe es genauso. Man sollte seinen Kompetenzbereich kennen und nicht verlassen, wenn man erfolgreich sein möchte. Grundsätzlich kann man mit fast allen genannten Anlageformen gute Renditen erzielen, wenn man sich in dem Bereich sehr gut auskennt und ein Profi ist.

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hallo Thomas,

      freut mich, dass Dir der Artikel gefällt.
      Vor dem Investieren sollte ich mich immer gut informieren und genau wissen, was ich mache.
      Sonst kann das schnell nach hinten losgehen und mir mehr schaden als nützen.

      Schöne Grüße
      Dominik

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