Tropfen und Stein

Der stete Tropfen höhlt den Stein

In diesem Beitrag möchte ich auf die enorme Kraft von kleinen winzigen regelmäßigen Veränderungen im Bezug auf ein großes Ziel eingehen.

Das Reich werden wird gerne so dargestellt, dass es nur zu erreichen wäre, wenn Du entweder im Lotto Millionen gewinnst, ein Vermögen erbst oder einen Millionenlohn wie ein Fußballer besitzt. Dies sind alles Szenarien, in denen Du vom einen auf den anderen Tag vom armen Schlucker zum Millionär wirst. Das passiert nur sehr selten und nur wenige Leute haben diese Ausgangslage. Zudem sind diese Szenarien sehr risikoreich, denn nur wenige werden dadurch reich und noch nicht mal das ist sicher. Die allmählichen kleinen Veränderungen werden extrem unterschätzt und die Leute sind sich nicht bewusst, dass auch langsam ein Vermögen aufgebaut werden kann. Auf diesem Weg ist es bedeutend sicherer, da es kein Entweder-Oder-Szenario ist.

Große Schritte vs. Kleine Schritte

Die Frage ist was beim Vermögensaufbau und allgemein besser ist. Wahrscheinlich werden die meisten die großen Schritte vorziehen, da Du mit großen Schritten schneller vorankommst, als mit kleinen Schritten. Das Problem hierbei ist, dass meistens die großen Schritte nicht gemacht werden, weil sie zu anstrengend sind. Die kleinen Schritte werden häufig auch nicht gemacht, weil die Wirkung dieser unterschätzt wird. Der große Unterschied ist, dass Du für die großen Schritte meistens viel Aufwand und eine hohe Motivation benötigst.

Könntest Du Dich im Jahr zwei Wochen Vollzeit, das heißt 5 Tage die Woche 8 Stunden am Tag, mit der persönlichen Weiterentwicklung (z.B. durch Bücher lesen) beschäftigen? Möglich wäre es wahrscheinlich schon, aber niemand würde das machen. Es bedeutet einen riesigen Aufwand und Du müsstest dafür wahrscheinlich zwei Wochen Deines Jahresurlaubs verwenden.

Was wäre, wenn Du Dich jeden Tag ein bisschen weiterentwickelst? Diese zwei Wochen Vollzeit aufs ganze Jahr hochgerechnet sind etwa 20 Minuten pro Tag. Das ist für jeden machbar und es bedeutet am Tag fast gar keinen Aufwand. Zudem wirst Du es sehr wahrscheinlicher eher machen, als die zwei Wochen Vollzeit Weiterbildung.

Jeden Tag einen winzig kleinen Schritt zu machen ist somit besser, als niemals einen großen Schritt zu machen. Viele fangen nicht an etwas zu machen, weil sie denken, dass nur große Schritte einen voranbringen. Wichtiger ist es überhaupt anzufangen, auch wenn die Schritte noch so winzig sind.

Selbst wenn Du nur mit 25 oder 50€ im Monat anfängst zu investieren, ist es bedeutend besser, als damit erst anzufangen, wenn Du tausende Euros investieren kannst. Dann wirst Du nämlich wahrscheinlich nie mit dem Investieren beginnen.

Jeder kann Millionär werden

Jeder, der früh genug anfängt und auch diszipliniert sein Ziel vor Augen behält, kann Millionär werden. Dazu musst Du keine Millionen im Jahr verdienen und auch nicht im Lotto gewinnen. Die Macht des Zinseszins-Effekts wird stark unterschätzt, denn es wird davon ausgegangen, dass der gesamte Betrag von 1.000.000 auch gespart werden muss. Bei einem Zeitraum von 40 Jahren müsstest Du, um Millionär zu werden, jeden Monat 2083€ sparen. Wenn Du investierst und eine Nettorendite von 5% erzielst, dann brauchst Du „nur“ 700€ jeden Monat zu investieren. Es wäre nur ein Bruchteil des zuerst genannten Betrags, doch trotzdem wäre es noch eine ganze Menge.

Dein Ziel muss auch nicht unbedingt die Million sein, denn eine halbe Million ist auch schon eine unglaubliche Menge an Geld. Dafür müssten auch nur 350€ im Monat investiert werden. Das kann jeder schaffen, denn die meisten geben mehr Geld im Monat für ihr Auto aus. (siehe dazu Was kostet ein Auto wirklich?)

Fazit

Lieber ein kleiner, als kein Schritt und Du bist schneller an Deinem Ziel als Du glaubst. Du musst einfach nur anfangen und dann kontinuierlich neue Schritte in die richtige Richtung machen. So baust Du langsam aber sicher ein Vermögen auf.

Ein Kommentar

  • Ja Dominik, das ist genau richtig. Übrigens hat der bekannte Money coach Bodo Schäfer seinen Bestseller Anfangs der Neunzigern des vorigen Jahrhunderts geschrieben. Da hatten wir noch DM! Und eine Million DM sind etwa eine halbe Million Euro.

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