Angestellte vs. Selbstständige – Eine Risikoanalyse

In diesem Artikel möchte ich mal den Job eines Angestellten mit einem Selbstständigen im Bezug auf das Risiko vergleichen. Die allgemeine Auffassung ist, dass ein Job als Angestellter sicher ist und die Selbstständigkeit ein großes Risiko darstellt. Dieser These möchte ich hier meine Auffassung entgegenstellen, denn meiner Meinung nach birgt ein Angestelltenverhältnis alleine ein größeres Risiko.

Der Unterschied zwischen Selbstständigen und Angestellten

Ein Angestellter arbeitet für ein Unternehmen und erhält dafür ein festes monatliches Gehalt. Er hat einen bestimmten Anspruch auf Urlaub und erhält sein Gehalt auch, wenn er eine Zeit lang krank ist (dann kann er jedoch gefeuert werden).

Als Selbstständiger arbeitest Du für mindestens ein Unternehmen oder auch für Privatpersonen. Das Gehalt kann extrem schwanken, da Du für Deine Arbeit und nicht direkt für Deine Zeit bezahlt wirst. So verdienst Du mehr Geld, wenn Du mehr Aufträge erhältst und bearbeitest, aber auch weniger, wenn weniger Aufträge da sind. Deinen Stundenlohn kannst Du selbst setzen und musst dann „nur noch“ Kunden finden, die diesen Preis bezahlen. Wenn Du krank oder im Urlaub bist, verdienst Du kein Geld.

Als Angestellter erhältst Du einen bestimmten Aufgabenbereich, für den Du zuständig bist, während Selbstständige die Aufgaben selbst wählen, aber hier alles selbst machen müssen.

Russisch Roulette für Angestellte

In einem Angestelltenverhältnis hast Du den Vorteil, dass Du ein festes Gehalt erhältst und nicht direkt von Deinem und dem Erfolg des Unternehmens abhängig bist. So erhältst Du auch Dein Gehalt, wenn das Unternehmen gerade Probleme hat und keinen Gewinn macht. Das natürlich auch nur solange, wie Du für das Unternehmen arbeitest und nicht gefeuert wirst. Dies ist der größte Nachteil, denn Du bist davon abhängig, ob Du für das Unternehmen arbeiten darfst. Bei den meisten Menschen ist zudem das Gehalt aus dem Angestelltenverhältnis die einzige Einkommensquelle. So bedeutet für sie die Kündigung der finanzielle Tod, denn sie sind von dem Gehalt vollkommen abhängig.

Diversifikation des Einkommens

Um ein solches Katastrophenszenario abzuwenden, sollte das eigene Einkommen diversifiziert werden. Das bedeutet, dass Du Einkommen aus mehreren Quellen beziehst und dadurch möglichst unabhängig wirst. Stell Dir das so wie einen Tisch vor, der nur auf einem Bein steht. Er ist sehr wackelig und bricht schnell zusammen. Wenn Du mehrere Standbeine hast, dann ist es nicht so schlimm, wenn eins davon wegbricht.

Diversifikation für Angestellte

Natürlich ist dies als Angestellter relativ schwierig, da Du nicht so einfach mehrere Jobs haben kannst. Auf jeden Fall solltest Du investieren. Dazu käme eine nebenberufliche Selbstständigkeit als Möglichkeit in Betracht. Wichtig ist es hierbei die Erlaubnis des Arbeitgebers einzuholen, da Du sonst im schlimmsten Fall dafür gefeuert werden kannst. Trotzdem ist das Risiko noch relativ groß, da wahrscheinlich immer noch der größte Teil Deines Einkommens aus einer Quelle kommt.

Diversifikation für Selbstständige

Für einen Selbstständigen ist es bedeutend leichter sein Einkommen zu diversifizieren. So kann er für die verschiedensten Arbeitgeber arbeiten und ist so nicht von einem einzigen abhängig. Dazu könnte er Aufträge von Privatpersonen und auch von Unternehmen in verschiedenen Branchen annehmen. Dadurch wird sichergestellt, dass in einer Wirtschaftskrise nicht alle Einnahmen wegfallen und Du komplett ohne Einkommen dastehst. Das Risiko ist hier bedeutend geringer, da er nicht gefeuert werden kann und eine Diversifikation leichter möglich ist. Falls er jedoch ausschließlich oder hauptsächlich von einem Unternehmen abhängig ist, dann ist dies genauso risikoreich, wie ein Angestelltenverhältnis.

Fazit

Das Klumpenrisiko und die Gefahr einer einzigen Einkommensquelle ist nicht zu unterschätzen. Ob Du lieber Angestellter oder Selbstständiger sein möchtest hängt stark von der eigenen Persönlichkeit ab. Egal ob Du Angestellter oder Selbstständiger bist, Du solltest auf jeden Fall Dein Einkommen diversifizieren, um Dein Risiko zu senken.

5 Kommentare

  • Hallo Dominik!
    Du hast beim Privatier kommentiert, Ich habe es gelesen und dein Blog angeklickt. Leider kann ich den Weg, den du gehen willst, nicht mit dir gehen, sondern dich nur etwas begleiten. Du bist 19 und ich bin bereits 64. Es gibt nur sehr wenige junge Menschen, die wie du auf eine solche Idee kommen. Der Weg, den du dir zu gehen vorgenommen hast, wird ein einsamer Weg sein. Dein gesamtes Umfeld, deine Freunde, Bekannten usw. werden dich nicht verstehen, mit Unverständnis, Ablehnung und vielleicht sogar mit Ausgrenzung reagieren. Sie meinen das sicher nicht schlecht, aber sie können nicht aus Ihrer Haut und das wird dich nerven. So wie du jetzt mit Enthusiasmus dein Projekt gestartet und die ersten Artikel gebloggt hast, wird es nicht weiter gehen. Ich habe schon viele Blogs aufgehen und bald wieder sterben sehen. Es sind die Ereignisse des Alltags, das Umfeld, die persönliche Lebensumstände, die Fehler und Misserfolge, die dein Selbstbewusstsein anknabbern und dich vielleicht vom Weg abbringen werden.
    Das Adlerbild gefällt mir, denn so wie der Adler wirst du auf die von dir mental verlassene Herde herab blicken. Auf die Herde der Menschen, die immer ihr ganzes Geld ausgegeben, es beim Auf und Ab der Börsenmärkte verbrannt oder aus Mitleid und mangelnder Erfahrung verloren haben. – Wenn du durchhältst.

    • finanziell-frei-mit-30.de

      Hey vielen dank für den Kommentar.

      Ja ich merke das schon, wenn ich auch nur versuche mit Leuten in meinem Alter über das Thema Finanzen zu sprechen.
      Keiner interessiert sich dafür oder will sich damit näher auseinandersetzen, denn das bedeutet sich stärker mit der eigenen Zukunft und den eigenen Plänen auseinanderzusetzen. Es bedeutet Verantwortung übernehmen zu müssen und nicht einfach nur das Geld der Eltern weiterhin auszugeben.
      Viele werden meiner Meinung nach auch einfach zu stark unterstützt, sodass sie keinen Antrieb haben sich selbst damit auseinanderzusetzen, denn die Eltern unterstützen sie uneingeschränkt mit Geld. Ob jemand mit 19 schon ein eigenes neues Auto, für das er nichts bezahlen braucht, besitzen muss, wage ich zu bezweifeln.

      Ich hoffe auch mit meinem Blog auf Gleichgesinnte in meinem Alter zu treffen und so in einen Austausch treten zu können.
      Es ist zwar schön und gut sich mit anderen auszutauschen, doch schöner wäre es, wenn ich auch Altersgenossen finden würde.

      Das viele Blogs sehr schnell wieder aufhören, hängt auch stark mit den eigenen Zielvorstellungen zusammen.
      Wenn ich das Ziel hätte mit dem Bloggen schnell reich zu werden, dann würde ich bestimmt nicht lange durchhalten.
      Das wollen viele mit dem Bloggen erreichen und sind dann nach kürzester Zeit enttäuscht und hören wieder auf.

      Ich glaube kaum, dass ich so schnell wieder aufhören werde zu bloggen, da es mir einfach zu viel Spaß macht.
      Zu dem habe ich einen genauen Plan, wie viel ich wann schreibe, wann was veröffentlicht wird und außerdem habe ich immer ein paar Beiträge in petto, damit jede Woche Beiträge erscheinen.
      So möchte ich mich sozusagen als Adler von den anderen (scheiternden) Blogs abheben 😉
      Natürlich werde ich die hohe Frequenz an Beiträgen nicht für die ganze Zeit beibehalten. Drei Beiträge die Woche ist schon eine Menge und ich werde irgendwann vielleicht dann auf 2 Beiträge pro Woche runter gehen, doch bis dahin werde ich weiter viel veröffentlichen.

      Schöne Grüße

      Dominik

      • Schön, dass du dabei bleiben willst. Der Start meines Blogs Mitte 2012 war ähnlich. Ich hatte auch schon viele Beiträge vorher in der Schublade und sie dann Woche für Woche als kleines Journal veröffentlicht. Sie stehen alle extra als PDF-Dateien abgespeichert auf meiner Seite. Am besten du fängst mit Blatt 1 an. (Kalenderblätter).
        Ich spiele übrigens sehr gerne Tischtennis und habe 1381 TTR-Punkte. Ich denke, dass du mehr hast. 😉

        • finanziell-frei-mit-30.de

          Ja genau so ist es bei mir.
          Ich möchte durch meinen Blog nicht den Druck haben jetzt unbedingt etwas schreiben zu müssen, da heute wieder ein Tag zum Veröffentlichen ist.

          Dann haben wir ungefähr gleich viele Punkte. Ich hab glaube ich aktuell so 1350 TTR-Punkte.
          Tischtennis ist ja auch eine coole Sportart 😉

          • Es heißt natürlich QTTR-Punkte. Sorry. Ja Tischtennis kann man auch noch spielen, wenn man schon älter ist und solange man Spaß dabei hat.
            Spaß an etwas haben ist übrigens auch einer der Schlüssel zum Erfolg; – weil man mehr tut als andere.

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